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Sie war die Vorstandschefin der Verlagsgesellschaft News International und enge Vertraute des Medienmoguls Rupert Murdoch. Doch nun musste Rebekah Brooks ihren Posten räumen. Zu hoch war der Druck nach dem Abhörskandal der inzwischen eingestellten „News of the World“.

Abgehörte Telefone, unter anderem von Angehörigen getöteter Soldaten und der Terroropfer von 9/11 brachen dem Skandalblättchen „News of the World“ das Genick. Mit ihm stürzte ebenfalls die Chefredakteurin Rebekah Brooks, die freiwillig von ihrem Posten als Vorstandschefin zurücktrat. Inzwischen bemühen sich Rupert Murdoch, sein Sohn James und Rebekah Brooks um Schadensbegrenzung. Während Rupert Murdoch eine große Entschuldigungskampagne in den britischen Zeitungen startete, entschuldigte sich Brooks für die illegalen Abhörpraktiken. Angeblich wusste sie nichts von den ominösen Methoden ihrer Mitarbeiter. Am 17. Juli wurde Rebekah Brooks kurzzeitig von der britischen Polizei für 12 Stunden in Gewahrsam genommen. Ihre Aussage vor dem britischen Unterhaus zu der Abhöraffaire stand mit ihrer Festnahme auf der Kippe. Die Polizei ließ Rebekah Brooks jedoch am 18. Juli gegen Kaution wieder aus der Haft. Die ehemalige Managerin der News International musste dennoch am 19. Juli zusammen mit Rupert Murdoch und seinem Sohn James dem britischen Parlament Rede und Antwort stehen.

In der Affaire um abgehörte Telefone ermittelt inzwischen auch das FBI. Die „Sun“, ebenfalls ein Blatt des Medienmoguls Rupert Murdoch, steht inzwischen auch in der Schusslinie. Auch in der Wirtschaft hinterlässt die Affaire ihre Spuren. Aufgrund des Abhörskandals musste Rupert Murdoch die Übernahme des Fernsehsenders BSkyB fallen lassen.