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Der ehemalige Chef der Bank Ackermann soll das neue Deutsche Bank Führungsdoppel im kleinen Kreis als Loser bezeichnet haben. Diese Äußerungen weißt er selbst jedoch vehement zurück und wie sollte es anders sein, droht der frühere Chef sofort mit rechtlichen Schritten. Sein Nachfolger Anshu Jain hatte ebenso wie sein Co-Chef Jürgen Fitschen einen Kulturwandel bei der Deutschen Bank versprochen und eingeleitet. Dieser Wandel begann mit einem dringend notwendigen Sparprogramm, bei dem auch die Gehälter der Mitarbeiter im Investmentbanking überprüft werden sollen. Außerdem wurde angekündigt das etwa 1900 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Schwache Geschäftszahlen im zweiten Quartal

Die Deutsche Bank hatte recht schwache Geschäftszahlen veröffentlicht für das zweite Quartal und in dem Zuge auch den massiven Stellenabbau angekündigt. Dieser Stellenabbau soll wiederum hauptsächlich das Investmentbanking treffen und nicht die deutschen Mitarbeiter. Die schlechten Zahlen resultieren aber zu einem Teil noch aus den Zeiten, als Ackermann noch Chef der Bank war. Die Äußerungen Ackermanns dürften aber, ob wahr oder nicht, schnell vergessen sein, wenn das Führungsduo des Geldhauses seine geplante Trendwende doch vollenden kann. Erste Anzeichen dafür werden am 11. September erwartet, wenn Jain und Fitschen ihre neuen Strategien vorstellen wollen.

Milliardenschweres Sparprogramm

Das Führungsduo plant die Kosten um jährlich drei Milliarden Euro zu senken, wohlgemerkt bei einem Geldinstitut, dass auch in einem schlechten Quartal immer noch 660 Millionen Gewinn gemacht hat. Die Deutsche Bank lehnte übrigens jeden Kommentar zu den angeblichen Äußerungen von Ackermann ab, der sich seit Beginn gegen die neue Doppelführung der Bank gestellt hatte. Kritische Anmerkungen aus dem Umfeld des ehemaligen Chefs zielen vor allem gegen die Rolle von Anshu Jain im Libor Skandal, bei dem es um eine Manipulation des Libor Zinssatzes ging.