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Der exklusive Club der Einzelpersonen oder Familien, die ein Vermögen von mehr als einer Euro-Milliarde besitzen, hat jetzt 103 Mitglieder. Im Jahr 2009 sind es noch vier weniger gewesen.

Der 90jährige Gründer von Aldi, Karl Albrecht, führt mit einem Vermögen von über 17 Milliarden Euro das Ranking der Megareichen in der Einzelwertung an. Auch der andere Zweig der Familie Albrecht gehört zu den Superreichen: Die Erben des zweiten Gründers von Aldi, Theo Albrecht, bringen es auf 16 Milliarden. Nicht nur mit Aldi, sondern auch mit anderen Discountern kann viel Geld verdient werden: Lidl-Eigentümer Dieter Schwarz (71) kam mit knapp 11 Milliarden auf einen der ersten Plätze. Gut doppelt so viel im Plus hat Deutschlands reichste Großfamilie, der C & A – Clan Brenninkmeijer. Mit 9,5 beziehungsweise 8,5 Milliarden zählen die Familien Haniel (Metro) sowie Henkel und Otto zur gleichen Einkommensklasse. Die reichste Frau Deutschlands ist wie im Vorjahr BMW-Großaktionärin Susanne Klatten (7,8 Milliarden). Ähnlich wohlhabend ist Michael Kühne. Michael Kühne hatte mit seinen Unternehmungen ( Kühne & Nagel, Hapag Lloyd) soviel Erfolg gehabt, dass er sein Vermögen um über 20% auf etwa vier Milliarden vergrößern konnte.

Bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Unternehmen und Biographien haben die meisten deutschen Milliardäre eines gemeinsam: Öffentlichkeitsscheu. So ist die ausgeprägte Medienabneigung von Lidl-Gründer Dieter Schwarz und den Albrecht-Brüdern Theo und Karl geradezu sprichwörtlich geworden. In der Bussi-Gesellschaft findet man deutsche Dagobert Ducks zum Bedauern von etlichen Klatschzeitungen nur selten.Wenn die Superreichen außerhalb ihrer Privat- oder Berufssphäre für Schlagzeilen sorgen, dann meist nicht als Partygänger oder Skandalnudeln, sondern wie Michael Kühne oder Michael Otto als Kultur- und Bildungsgroßsponsoren.