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Die Bankenkrise in Irland hat im November diesen Jahres dafür gesorgt, dass die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds ein Rettungspaket für Irland in Höhe von 85 Milliarden EUR beschließen musste. Ein beträchtlicher Teil dieser Hilfsmittel soll dem Bankensektor zugute kommen, wobei 10 Milliarden EUR Soforthilfe und 25 Milliarden EUR Reserve für die Institute angedacht sind. Diese Zusatz-Millionen sollen helfen das Land wirtschaftlich wieder zu stabilisieren.

Die von der Krise stark geschwächte Allied Irish Bank – kurz AIB genannt – ist aktuell in die Kritik geraten. Trotz in Anspruch genommener staatlicher Hilfen in Höhe von bislang 3,5 Milliarden EUR ist das Kreditinstitut, bei dem es sich um eine der führenden Banken des Landes handelt, bis zuletzt nicht davon abgegangen, Boni an ihre Manager für 2008 auszuzahlen. Zur Rede standen hier Zahlungen von insgesamt 40 Millionen EUR, deren Ausschüttung die Allied Irish Bank mit rechtlichen Zwängen argumentierte.

Erst auf Druck der Regierung und ausdrückliche, schriftliche Aufforderung des Finanzminister, Brian Lenihan, die staatlichen Hilfen einzustellen, sollte man auf die Zahlungen an das Management bestehen, hat AIB letzten Endes dazu bewegt, von ihrem Standpunkt abzuweichen. Nicht zuletzt schätzt die Regierung die Kosten für die Sanierung der Geldhäuser auf insgesamt 50 Milliarden EUR.

Die bisherige Weigerung des Kreditinstitutes hat Lenihan weiter zu der Überlegung veranlasst, künftig Boni-Zahlungen mit 90 % Steuer belegen zu wollen.

Das Haushaltsdefizit in Irland wird insbesondere auch wegen der Bankenrettung in 2010 auf 32 Prozent des Bruttoninlandsprodukts steigen. Die Wirtschaftskrise zwingt die Regierung zu einschneidenden Sparmaßnahmen, die sich in dem für 2011 erstellten Haushaltsplan widerspiegeln. Nicht zuletzt müssen diese Maßnahmen von der Regierung lückenlos erfüllt werden, um die staatliche Hilfen aus dem Rettungsfonds vollständig abrufen zu können.