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Nach Jahrzehnten an der Weltspitze der Autobauer mit den meisten Verkäufen musste GM vor einigen Jahren erstmals den Thron an den japanischen Autobauer, Toyota, abgeben. Doch längst sind die Zeiten der automobilen Weltkrise vorbei und GM versucht mit allen Mitteln, seine wiedergewonnene Position als die weltweite Nummer Eins in Sachen Absatz auch weiterhin zu behalten. Dazu gehört, die europäischen Tochtermarken wieder rentabel zu machen.

Astra soll auswandern

GM größte Sorge ist immer noch Opel und insbesondere dessen Produktion in Deutschland. Die Produktionskosten im hessischen Rüsselsheim liegen weit über den Kosten, die in den anderen Werkshallen GMs in England und Polen anfallen. Deshalb kursieren nun Gerüchte, dass GM die Produktion eines der beiden wichtigsten Opelmodelle aus Deutschland abziehen will. Namentlich soll der Kompaktwagen Opel Astra, der in direkter Konkurrenz zum wesentlich erfolgreicheren VW Golf steht, ab 2015 nicht mehr in Rüsselsheim, sondern ausschließlich in Ellesmere Port (England) und Gliwice (Polen) gefertigt werden.

Rüsselsheim soll sich auf Insignia konzentrieren

Die Verantwortlichen wollten zu den Gerüchten und dem möglichen Abbau von Stellen zunächst keine Stellungnahme abgeben. Allein der Rüsselsheimer Betriebsratschef erklärte, dass er sich auf jeden Fall für den Erhalt der Astra-Produktion und damit Stellen in Deutschland einsetzen werde. Im vergangenen Jahr 2011 wurden in Rüsselsheim 162.400 Opel Insignia und dessen amerikanisches Schwestermodell, Buick Regal, gebaut, aber nur 18.300 Astra. In den britischen und polnischen Standorten wurden dagegen 310.000 Einheiten des Opel Astra gebaut. Zwar steht es noch nicht fest, ob die Produktion des Kompaktwagens in Hessen eingestellt wird und ob deutsche Stellen in der Produktion gefährdet sind. Erst für Mitte Mai wird mit einer Entscheidung gerechnet, wobei Analysten angesichts der Neuausrichtung des Mutterkonzerns von einem Abzug ausgehen.