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Im Kampf gegen die immensen Staatsschulden der USA hat Präsident Barack Obama angekündigt, innerhalb der nächsten zwölf Jahre etwa vier Billionen US-Dollar einsparen zu wollen. Die Opposition sieht diese Pläne allerdings als nicht weitreichend genug und kritisieren die Vorschläge Obamas zur Etatkürzung als ein Schritt Richtung „Klassenkampf“.

In Washington sind von Obama umfangreiche Planungen zur Reduzierung der gigantischen Staatsverschuldung vorgelegt worden. Laut diesen Planungen sollen bis zum Jahr 2024 rund vier Billionen US-Dollar gespart werden, umgerechnet etwa 2,8 Billionen Euro. Bis Mitte Mai diesen Jahres wird die Staatsverschuldung der USA voraussichtlich auf knapp 14,3 Billionen Dollar anwachsen, was die gesetzlich festgelegte Obergrenze bei Staatsschulden bedeuten würde. Daher ist die Thematisierung des Schuldenabbaus in den USA derzeit präsenter als je zuvor. Bis zum Jahr 2015 plant Obama die Senkung der Defizitquote von momentan knapp 10 auf dann etwa 2,5 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt. Für die Jahre danach soll sich die Quote bei etwa 2 Prozent stabilisieren. Das Konsolidierungsvolumen soll zu drei Vierteln aus der Reduzierung bestehender Staatsschulden kommen, etwa ein Viertel soll im Zuge von gestrichenenen Steuererleichterungen zustande kommen. Kürzungen von Steuererleichterungen und Ausgabenreduzierungen sind wesentliche Bestandteile bei den Plänen der Obama-Administration. Ab 2014 sollen pauschale Regelungen zur Ausgaben- und Steuererleichterungskürzungen installiert werden, falls es bis dahin nicht gelingen sollte, die derzeitige Schuldenquote stabilisieren zu können.

Gegen die weitergehenden Einsparpläne der Opposition wehrt sich Obama vehement. Ihm sind die geplanten Einschnitte der Republikaner als zu radikal, da sie vor allem Sozialausgaben betreffen würden. Aber er näherte seinen Plan an die Vorstellungen der Republikaner zur Schuldenreduzierung an. Er sprach ein dreiviertel Stunde an der Universität George Washington und rief die Opposition zur Zusammenarbeit auf. Nur wenn sich Demokraten und Republikaner gemeinsam im Parlament den finanziellen Fragen stellen, dann können auch Lösungen greifen, so sein Appell an die Öffentlichkeit. Grundsätzlich sieht man bei den Republikanern die Pläne von Obama als eine Vorstufe zum Klassenkampf und sieht in den geplanten Steuererhöhungen für Reiche eine reale Gefahr für die amerikanische Wirtschaft.