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Die Prognosen waren düster, die Eurokrise sorgt für Unsicherheit auf den Märkten – trotzdem konnte der deutsche Export im November überraschend deutlich zulegen. Statt von Experten erwarteter 0,5% konnten die Ausfuhren saisonbereinigt um 2,5% erhöht werden. Die Aussichten für 2012 sind hingegen weniger rosig.

Mehr als ein Drittel der deutschen Ausfuhren gehen in die EU, ein Wegbrechen der Aufträge aus dem Euroraum hätte für die deutsche Exportwirtschaft schnell spürbaren Konsequenzen. Denn die immer noch nicht ausgestandene Eurokrise sorgt bei immer mehr Ländern für eine konsequente Sparpolitik und Unsicherheit in der Wirtschaft. Für ein gutes Investitionsklima sind die ständigen Negativschlagzeilen fatal. Umso überraschender kam dann auch die hohe Exportsteigerung im November von 8,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Handelsbilanzüberschuss stieg von 11,5 Mrd. Euro im Oktober auf 16,2 Mrd. Euro im November 2011.

Für den Export in 2012 wird allerdings ein Einbruch vorausgesagt. Beim momentanen Aufschwung werden vorangegangene Aufträge abgearbeitet, die Anzahl der Folgeaufträge bricht schon jetzt spürbar ein. Aufgefangen werden sollen diese Einbrüche durch eine stabile Nachfrage aus dem Rest der Welt: Zwar sind auch die USA zunehmend zu einem strengen Sparkurs gezwungen; in China, Osteuropa und der arabischen Welt ist die Kauflaune hingegen ungebrochen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) geht vorsichtig optimistisch von einer Exportsteigerung von etwa 3% in diesem Jahr aus. Als wichtigste Zugpferde für den Export gilt außer Maschinenbau und Automobilindustrie auch die Elektroindustrie.