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Die seit nun mehreren Wochen diskutierte Übernahme von T-Mobile USA durch den US-Amerikanischen Telekommunikationskonzern AT&T ist nicht mehr existent. In den Abendstunden des vergangenen Montags gab das amerikanische Unternehmen bekannt, dass der Zusammenschluss mit T-Mobile USA nicht mehr angestrebt wird. Das wichtigste Projekt des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom AG René Obermann ist aufgrund kartellrechtlicher Bedenken somit geplatzt.
Auch wenn das wichtigste Projekt Obermanns gescheitert ist, kann er diesem durch eine Ausgleichzahlung in Höhe von 3 Milliarden Euro von AT&T an das deutsche Unternehmen Positives abgewinnen.

Das Angebot zur Übernahme wurde im vergangen März seitens AT&T vorgelegt. Das amerikanische Unternehmen reichte ein Übernahmeangebot in Höhe von 39 Milliarden für T-Mobile USA ein. Durch die Annahme des Angebots wollte die Deutschen Telekom AG ihre seit über 10 Jahre bestehende Präsenz auf dem US-Amerikanischen Markt beenden. Damals kaufte der deutsche Konzern den Mobilfunkanbieter Voicestream für 40 Milliarden Euro ein.

Zwar macht der Umsatz in Übersee rund ein Viertel des Konzerumsatzes aus, doch wären die durch den Verkauf erhaltenen 39 Milliarden in den Schuldenabbau geflossen. Außerdem bestand in jüngster Vergangenheit hoher Investitionsbedarf, da viele Kunden abgewandert sind.

Schon im August äußert sich das amerikanische Justizministerium kritisch zu der geplanten Übernahme durch AT&T und reichte prompt eine Kartellklage ein. Im Anschluss daran folgten Bedenken seitens der Telekommunikationsbehörde FCC.

Von einem Rückschlag spricht selbst Obermann nicht. In den USA sei man weiterhin in der Gewinnzone, sodass der amerikanische Markt weiterhin einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis leiste. Obermann prognostizierte, dass das laufende Jahr mit einem operativen in Höhe von 19,1 Milliarden abgeschlossen würde. In diesem Zusammenhang erneuerte er das Versprechen einen Dividende von 70 Cent Pro Aktie an die Aktionäre auszuschütten.