wirtschaft-infos.de

Aktuelle Informationen aus der Wirtschaft für Arbeitgeber

Dominique Strauss-Kahn ist von seinem Posten als Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgetreten. Dies teilte der IWF am Donnerstag auf seiner Internetpräsenz mit. Strauss-Khan habe in einem persönlichen Schreiben sein Amt zur Verfügung gestellt, so die Presseerklärung des IWF. Als Grund nannte der Franzose die gegen ihn vorgebrachten Beschuldigungen in den USA, die der 62-Jährige im selben Schreiben vehement zurückwies.
Strauss-Khan sitzt in New York in Untersuchungshaft. Dem Franzosen wird versuchte Vergewaltigung vorgeworfen. Ein Zimmermädchen beschuldigt den Politiker, sie zum Oralsex gezwungen zu haben. Die New Yorker Behörden schenkten diesen Vorwürfen Glauben und verhafteten den Franzosen.
Die Tat soll am Samstag, den 14. Mai geschehen sei. Am Montag verhaftete die Polizei Strauss-Khan. Seitdem versuchen die Anwälte des 62-Jährigen, ihn aus der Untersuchungshaft zu befreien. In einer ersten Anhörung boten sie eine Kaution über eine Million Dollar, sowie die Bereitschaft Strauss-Khans, eine elektronische Fußfessel zu tragen, mit der ständig sein Aufenthaltsort kontrolliert werden könnte. Die Haftrichterin lehnte diesen Antrag jedoch ab. Am Donnerstag werden es die Anwälte erneut versuchen. Sie bieten außerdem an, dass Strauss-Khan im Haus seiner Tochter Camille, die in New York studiert, unter Hausarrest gestellt wird. Bis Freitag muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob sie formell Anklage gegen den Franzosen wegen versuchter Vergewaltigung erhebt. Tut sie dies nicht, ist Strauss-Khan auf freien Fuß zu setzen.

Beim Internationalen Währungsfond beginnt unterdessen die Nachfolge-Diskussion. Traditionell ist der Direktor des Internationalen Währungsfonds ein Europäer. Momentan werden der Franzose Jean-Claude Trichet, der noch bis Oktober die Europäische Zentralbank führt, und die französische Finanzministerin Christine Lagarde gehandelt.

Kategorie: Allgemein
Tags: , ,