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Die Bilder der verheerenden Katastrophe sind uns allen noch lebendig in Erinnerung. Doch die Folgen sind für die japanische Wirtschaft ökonomisch noch gar nicht vollständig abschätzbar. Das Erdbeben und die Reaktorkatastrophe sorgen dafür, dass die japanische Wirtschaft zurück in eine Rezession fällt.

Die Experten haben erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfen wird, die bisherigen Zahlen stellen diese Erwartungen aber in den Schatten. Die Regierung hat in den letzten Tagen bekannt gegeben, dass das BIP im Januar bis März um 3,7 Prozent zurückgegangen ist. Dies ist um 0,9 mehr als im Vorjahr. Aufgrund dessen, dass das BIP auf im letzten Quartal des Jahres 2010 zurückgegangen ist, deutet es darauf hin, dass Japan sich wieder in einer Rezession befindet. Die Bemühungen mit denen sich Japan aus dem letzten Konjunkturrückgang gestemmt hat, sind mit einem Schlag zu Nichte gemacht worden.

Doch nicht nur die Exporte sind deutlich zurückgegangen, sondern auch der Konsum der Privaten. Der private Konsum macht in etwa 60 Prozent des gesamten wirtschaftlichen Aufkommens in Japan aus. Der Rückgang beträgt aktuell 0,6 Prozent.

Die japanische Regierung spricht aber davon, dass es sich nur um vorübergehende Effekte handelt und die Analysten der Regierung rechnen damit, dass insgesamt im Jahr 2011 das Bruttoinlandsprodukt wieder steigen soll.

Die japanische Notenbank unterstützt die Wirtschaft, indem sie an der Politik des billigen Geldes festhält und auch bereit ist die Geldpolitik noch weiter zu lockern falls sich die Volkswirtschaft nicht stabilisieren sollte. Dies könnte beispielsweise durch den Ankauf von Wertpapieren erfolgen.

Japan wird noch lange an den wirtschaftlichen und industriellen Folgen der Katastrophe zu leiden haben, doch auch der unermüdliche Optimismus der Japaner wird dazu beitragen, dass sich dieses Land wieder aus der Rezession stemmen kann.

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