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Seit dem Unglück im Atomkraftwerk in Fukushima wird die Nutzung der Atomkraft kontrovers diskutiert. In vielen Ländern wird nun der Ausstieg aus der Atomenergie und die Nutzung erneuerbarer Energien gefordert. Die ersten Regierungen wie zum Beispiel in Deutschland diskutieren Pläne zum Wandel der Energienutzung und des Atomausstiegs. Gleichzeitig wird in Deutschland die Diskussion um die Steigerung der Energiekosten bei der Umstellung auf erneuerbare Energien geführt. Aber wie wettbewerbsfähig ist erneuerbare Energie eigentlich?

Mit dieser Frage haben sich seit 2 Jahren 120 Autoren eines Berichtes über erneuerbare Energien des Weltklimarates (IPCC). Dieser Bericht schafft die Möglichkeit die Kosten verschiedener Energieformen theoretisch vergleichbar zu machen. Es wurden Informationen über die Investitionskosten gesammelt, die für die Lebensdauer einer Anlage zur Energiegewinnung für Strom oder Wärme bereit gestellte werden müssen. Dazu werden die lediglich die Kapitalkosten und die Kosten für den jeweiligen Treibstoff ins Verhältnis gesetzt. Somit sind die Kosten für die verschiedenen Energiearten zum ersten Mal vergleichbar geworden.

Das Ergebnis zeigt: Umweltenergie ist bereits wettbewerbsfähig. Wird zum Beispiel Strom aus Biomasse durch das Verbrennen von Holz erzeugt, ist er so günstig wie die Erzeugung aus Kohle. Vergleichbares lässt sich für Erdwärme und Wasserkraft feststellen. Windenergie aus modernen großen Anlagen zum Beispiel im Off-Shore-Bereich zur Erzeugung von Strom kann ebenfalls mithalten. Solarenergie und Meeresenergie können hier noch nicht Schritt halten. Der Bericht zeigt auf, dass das Verhältnis von Investitionskosten und Erzeugungskosten in der Wärmeerzeugung noch besser bilanziert ist. Die Produktion von Wärmeenergie aus Erdwärme, Solarthermie und Biomasse ist ebenso preiswert wie die Herstellung aus Erdöl oder Erdgas.

Erneuerbare Energien sind durchaus wettbewerbsfähig. Werden alle externen Kosten (z.B. Lagerung und Entsorgung der Endprodukte, Kosten für Entsorgung und Schutz der Atmosphäre) mit einberechnet werden, stehen erneuerbare Energien noch besser da. Die erneuerbaren Energien müssen in naher Zukunft noch besser genutzt und die Versorgungsnetze ausgebaut werden, um die Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit ausreichender Energie zu garantieren. Nur durch die Nutzung von erneuerbarer Energie allein wird das über einen längeren Zeitraum noch nicht möglich sein. Dazu muss weiter geforscht und entwickelt werden, um einen Anteil von Umweltenergie über 30 % im Stromnetz zu erhalten. Aber trotzallem sind die erneuerbaren Energien ein wichtiger Anteil zum Klimaschutz und der Eindämmung des Klimawandels und ein wichtiger Teil des Energiekonzeptes der Zukunft.