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Für Deutschland könnten durch den größeren ESM, den Euro-Schutzschirm, zusätzliche Belastungen im Milliardenbereich entstehen. Einem ersten Medienbericht zufolge wird die Bundesregierung mit einer Mehrbelastung in Höhe von rund 25 Milliarden Euro rechnen müssen. Dieser Betrag wird aller Wahrscheinlichkeit Deutschlands Beitrag zum Eigenkapital des ESM sein. Die Regierungskreise und der Finanzminister hingegen wiegeln derzeit noch ab, da über die Art der Refinanzierung des ESM noch nicht entschieden worden ist.

Bisher ist noch nicht abzusehen, welche möglichen Mehrbelastungen für den Bund durch die Finanzierung des ESM entstehen werden. Ab 2013 soll der ESM installiert werden, allerdings ist über die Refinanzierung bisher in der Euro-Zone noch nicht entschieden worden. Die Süddeutsche Zeitung geht davon aus, dass Deutschland mit bis zu rund 25 Milliarden Euro zu dem Eigenkapital des Schutzschirms beitragen müsse. In Regierungkreisen spekuliert man darüber noch, da derzeit noch nicht klar sei, ob alle Euro-Länder mit Bareinlagen beteiligt sein müssen.

Der ESM wird aller Wahrscheinlichkeit nach ab dem Jahr 2013 den derzeit aktuellen Euro-Rettungsschirm ablösen. Die Ausgestaltung und die Art der Refinanzierung wird erst noch von den Staatschefs und Regierungen der Euro-Länder beschlossen werden. Einzig die Kreditsumme in Höhe von 500 Milliarden Euro gilt derzeit als gesicherte Tatsache. Die Absicherung des Kreditrahmens soll durch Bareinlagen, durch Garantien und auch durch abrufbares Kapital erfolgen. In die Finanzplanung Deutschlands bis zum Jahr 2015 sind die möglichen Milliardeneinlagen in den Schutzschirm noch nicht mit eingereichnet worden. Mögliche Konsequenzen für den Bund werden sich allen voran daraus ergeben, innerhalb welchen Zeitraums die Bareinlagen in den ESM gezahlt werden müssen.

Damit dürfte die Neuverschuldung des Bundes ab 2013 zusätzlich ansteigen. Allerdings geht man derzeit davon aus, dass sich für die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse und die von der EU geforderte Defizit-Obergrenze durch die Bareinlagen in den ESM nicht negativ beeinflusst werden, da man durch die Bareinlagen auch Forderungen besitzen würde.