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Aktuelle Informationen aus der Wirtschaft für Arbeitgeber

Die Lage in den Euroländern ist ernst. Die Reformen in Griechenland greifen nicht. Seit das Land den rigiden Sparplänen aus Brüssel folgt, erlebt die griechische Wirtschaft einen bisher ungebremsten Einbruch. Die Unternehmenspleiten in Spanien, Italien, Portugal und Griechenland erreichten im Jahr 2011 Rekordwerte und die Aussichten für 2012 sind düster. Allein Irland scheint sich aus dem Würgegriff der Schuldenkrise befreien zu können. Was das für die Entwicklung des Euros bedeutet vermögen nicht einmal mehr Hedgefondmanager vorher zu sehen. Wegen der hohen Risiken im Euroraum haben viele Verwalter von Hedgefonds in Credit Default Swaps (CDS) investiert. Mit diesem Instrument verdienen die Fonds potentiell an der Pleite Griechenlands oder anderer Eurostaaten. Zu bedenken bleibt, dass die durch eine Staatspleite im Euroraum ausgelöste Dynamik auf den Finanzmärkten eine nicht vorhersehbare Entwicklung in Gang setzen kann, an deren Ende auch der Verkäufer der CDS nicht mehr liquide ist und die abgeschlossenen Ausfallversicherungen somit wertlos.

Auf den Schattenmärkten der Börsen werden seit fast einem Jahr wieder die Drachme, die DM, der Franc und alle anderen europäischen Währungen virtuell gehandelt. Man möchte sich auf alle Eventualitäten vorbereiten.

Die Wirtschaft ist sich einig. Am Ende des Tages entscheiden nicht die vermeintlich bösen Finanzmärkte über den Euro sondern die Politik. Die Börsen spiegeln nur die Realität. Griechenland verfügt über ein negatives Creditrating, weil die Wirtschaft am Boden liegt und nicht umgekehrt.

Wenn sich die europäischen Regierungsvertreter zu einem Entschluss durchringen können, an dessen Ende eine politisch, ebenso wie finanziell vereinte Europäische Union steht wird es keine Eurokrise mehr geben. Passiert dies nicht wird es sehr wahrscheinlich keinen Euro mehr geben. 2012 wird das Jahr der Entscheidung für den Euro, man darf gespannt sein.