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Aufgrund der Schuldenkrise innerhalb der EU und dem schwächelnden Euro ist der Außenhandel in die EU-Länder im Juni im Vergleich zum Vormonat um 1,5% gesunken. Da Deutschland ein stark exportorientiertes Land ist trifft diese Abschwächung im Außenhandel vor allem die Produktionsbetriebe, die sogar schon rückläufige Aufträge zu verzeichnen haben. Gegenüber dem rekordverdächtigen Vorjahr 2011 ist Deutschland zwar immer noch stark in den Exporten, was sich im ersten Halbjahr mit einem Zuwachs von 4,8 % dokumentiert. Zudem haben die Exporte in Drittländer mit einem Zuwachs von 19,8 % eine neue Dimension erreicht.

Der Grund für den sinkenden Export wird derzeit in der Schuldenkrise einiger EU-Länder und der damit einhergehenden Vertrauensschwäche in den Euro gesehen. Die Prognosen des Außenhandelsverbandes für das Jahr 2012 für den Export mussten von 6 % auf 4 % korrigiert werden. Die Exporthöhe ist also derzeit zwar immer noch gut, allerdings entspricht sie nicht den Erwartungen. Die deutsche Wirtschaft hat alleine im Monat Juni aufgrund schwächelnder Nachfrage ihre Produktion um 0,9 % gedrosselt. Auch das Bruttoinlandsprodukt, welches noch Anfang des Jahres ein Plus von 0,5 % zu verzeichnen hatte, wird Schätzungen von Experten zufolge zwischen April und Juni nur 0,2 % betragen haben.

Die Prognosen für die deutsche Industrie sehen derzeit nicht sehr gut aus, da u.a. die Nachfrage nach Konsumgütern um 0,9 % gesunken ist. Die Produktion von Stahl und Chemikalien sank dagegen nur leicht um 0,3 %. Es darf aber auch festgestellt werden, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Euroländern wirtschaftlich noch recht gut dasteht.