wirtschaft-infos.de

Aktuelle Informationen aus der Wirtschaft für Arbeitgeber

Mark Zuckerberg könnte sich ohne Probleme einfach zurück lehnen und das Leben genießen. Der Erfinder des Online-Netzwerkes Facebook ist mit seiner Idee zum Milliardär geworden, sein Unternehmen wird auf einen Wert von 50 Milliarden Dollar geschätzt. Jetzt kann er verfolgen, wie sich die Börsenaufsicht mit Facebook beschäftigt. Die amerikanische Bank Goldman Sachs hatte eine Investition von 450 Millionen Dollar in Zuckerbergs Firma angekündigt. Das lockte schon nach kurzer Zeit eine Vielzahl potentieller Investoren an.

Die Verantwortlichen von Goldman Sachs können sich im Augenblick ganz sicher nicht entspannt zurück lehnen. Sie haben viel zu tun. Mit ihrer Investition haben sie es bei Facebook auf einen Anteil an Aktien in Höhe von 0,8 Prozent gebracht. Scharenweise haben sich nun Investoren gemeldet, um am großen Geschäft mit Facebook mitzuverdienen. Dabei handelt es sich sowohl um wohlhabende Privatanleger als auch um Hedge-Fonds. Auch Partner der Bank könnten ein Stück vom Kuchen abbekommen.

Was an der Börse passiert, interessiert natürlich auch die Börsenaufsicht SEC. Und die ist aufgeschreckt worden, auch wenn Facebook überhaupt kein börsennotiertes Unternehmen ist. Konkret betrachtet die SEC kritisch, dass Goldman Sachs ein massives Geschäft mit Aktien außerhalb der Börse aufgezogen hat. Das könnte gegen die sogenannte 500-Aktionäre-Regelung verstoßen. Allerdings ist die Situation unklar, sodass die SEC jetzt darüber nachdenkt, die Bestimmungen für Geschäfte außerhalb des Parketts zu verschärfen. Die Prüfer interpretieren die Aktivitäten von Goldman Sachs als eine mögliche Umgehung der Offenlegung von Finanzdaten. Einige Investoren bekommen nun kalte Füße und haben sich bereits wieder zurückgezogen.