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Aktuelle Informationen aus der Wirtschaft für Arbeitgeber

Schon Anfang nächster Woche könnte es auf den deutschen Flughäfen zum Stillstand kommen, da die Fluglotsen einen flächendeckenden Streik angekündigt haben. Besonders in der Urlaubszeit, in der klassischerweise viele Deutsche einen Flug ins Ausland gebucht haben, kann dies zu einem Chaos an den Flughäfen führen. Eigentlich wollte die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) bereits diese Woche die Arbeit niederlegen, was jedoch durch juristische Schritte der Gegenseite verhindert wurde. Doch damit ist der Arbeitskampf noch lange nicht entschieden, da die GdF an ihren Streikabsichten festhält. Vonseiten der Deutschen Flugsicherung (DFS), dem Arbeitgeber der Fluglotsen, wurde bereits angekündigt, dass man auch gegen weitere Streikvorhaben vorgehen werde.

Beide Seiten scheinen im Tarifkonflikt nicht nachzugeben. Zwar fordert die Deutsche Flugsicherung die Arbeitnehmervertretung dazu auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, diese beharrt jedoch auf ein besseres Angebot. Laut Mark Siebers, dem Tarifvorstand der Gewerkschaft, mache eine Rückkehr zu den Tarifverhandlungen nur dann Sinn. Die Fluglotsen fordern eine Gehaltserhöhung von 6,5 Prozent sowie eine Begrenzung der Überstundenanzahl auf 80 pro Jahr. Da die Deutsche Flugsicherung diesen Forderungen nicht nachkommen konnte, stimmten 95,8 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für einen flächendeckenden und unbefristeten Streik.

Inwiefern es nächste Woche wirklich zur Niederlegung der Arbeit an den deutschen Flughäfen kommt, bleibt abzuwarten. Axel Raab, Sprecher der Deutschen Flugsicherung, kündigte an, dass man einen Streik mit allen Mitteln verhindern möchte. Auch zahlreiche Airlines und Politiker haben sich gegen einen Fluglotsenstreik ausgesprochen. Eine Möglichkeit den Arbeitskampf zu entschärfen, wäre das Einberufen eines Schlichtungsverfahrens. Denn während diesem müssen sich beide Seiten an eine Friedenspflicht halten. Wie sich jedoch die Lage auf den deutschen Flughäfen entwickeln wird, zeigt sich wahrscheinlich erst Anfang der nächsten Woche.

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