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Die Führungskräfte-Studien belegen es immer wieder, dass Bosse selten weiblich sind. Die Chefpositionen sind noch immer fest in der Männerhand, obwohl die Frauen meist besser ausgebildet sind. Der Frauenanteil lag 2006 bis 2008 unter den Führungskräften gerade einmal bei 27 Prozent, obwohl über die Hälfte der Angestellten Frauen sind. Die Männer haben jegliche Führungsebenen fest im Griff. Während das weibliche Geschlecht im niedrigen Management 39 Prozent misst, kommen die Frauen in den Vorständen der Konzerne fast gar nicht mehr zum Vorschein. Im männlichen Bereich dagegen lautet die Devise: Je höher, um so stärker. Des Weiteren haben Männer in Leitungspositionen meist doppelt so viele Angestellten wie Frauen.

Dabei sind die Managerinnen meist besser ausgebildet als die männlichen Kollegen: 2001 bis 2008 haben die Frauen bei den Hochschulabschlüssen um 7 Prozentpunkte auf 67 % zugelegt, die männliche Führungskräfte dagegen können nur mit 62 % auf eine erfolgreiche Universitäts-Karriere zurückblicken. Klaus Zimmermann (DIW-Präsident) findet es ungerecht und obendrein für die Wirtschaft schlecht, dass die Frauen karrieretechnisch schlechter stehen. Dies begründet er mit der Aussage, dass jede Frau, welche beruflich nicht in die Chef-Position kommt, obwohl sie dafür qualifiziert ist, uns Wachstum kostet. Zusätzlich könnten Unternehmen sogar noch Geld sparen, wenn sie die Frau in Chef-Positionen einsetzen, da ihre Lohnforderungen nach wie vor geringer sind als die der Männer. Die Frau verdient etwa 28 % weniger Gehalt und bekommt weniger Sondervergütungen für die Leistungen.

Wenn die Frauen die Chef-Liga erreicht haben, nehmen sie die Führungsrolle mit nach Hause, denn im Gegensatz zum Mann managen die Frauen meist auch den Privathaushalt.
Auch bei den Kindern im Haushalt übernimmt sie meist einen höheren Anteil der Aufgaben. Dagegen versorgt meist eher die männliche Führungskraft den Nachwuchs. Daher scheint es gerecht zu sein, wenn die Männer mehr arbeiten müssen, denn im Schnitt sind es bei denen 48 Stunden, bei Frauen dagegen 45 Stunden wöchentlich. Frauen als Führungskraft sind mit etwa 43 % vergleichsweise auch selten verheiratet, beim Mann sind es immerhin 63 %, was natürlich nicht belegt, dass die weibliche Führungskraft seltener die Partnerschaft pflegt. Sie lebt meist nur ohne Trauschein mit dem Partner zusammen.