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Zurzeit findet in Bangkok das Asem-Treffen statt, an dem auch Finanzminister Wolfgang Schäuble teilnimmt. Genauer gesagt handelt es sich dabei um das Treffen der Finanzminister von Asien und Europa. Im Laufe des Treffens gab der CDU-Politiker jetzt eine deutliche Warnung ab, die sich an die Notenbanken richtete. Die Gefahr einer Inflation wächst durch die hohe Geldschwemme. Daher empfiehlt er den Währungshütern bei den Notenbanken, dass sie jetzt einen anderen Kurs einschwenken sollten.

Wolfgang Schäuble zeigt sich auf dem Asemtreffen sehr besorgt. Ihn beunruhigt der Gedanke, dass das Geld schleichend entwertet werden könnte. Jetzt hat der Minister davor gewarnt, dass die Gefahr einer Inflation immer mehr wächst. Es sei nämlich problematisch, dass derzeit eine Liquiditätsschwemme auf dem Markt existiert. Er sprach dann auch von Maßnahmen, was zu tun wäre, damit kein Inflationsdruck entsteht. Außergewöhnliche Maßnahmen sollten rechtzeitig beendet werden, so dass die Liquiditätsversorgung nicht noch großzügiger wird.

Besorgt blickte Wolfgang Schäuble auf das Jahr 2007 zurück. Damals lag bereits eine übermäßige Liquidität vor. Dies gab er in Bangkok am Montag zu bedenken, damit die Geldschwemme der Notenbanken nicht zu einer Inflation führt.

Dabei darf man Wolfgang Schäuble, der der EZB sein Vertrauen aussprach, für seine klaren Worte schon bewundern. Bis zu diesem Tag war seine Meinung doch eher dahingehend, dass steigende Preise eine ganz normale Sache seien, wenn es um die Euro-Rettung geht. Die von ihm gesetzte Grenze im Hinblick auf die Inflationsrate liegt bei maximal drei Prozent. Für die Europäische Zentralbank (EZB) liegt die Grenze dagegen eher bei zwei Prozent. Letztendlich gilt jedoch, dass die Stabilität in der Euro-Zone gewahrt bleibt.