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Hamburger können sich am meisten leisten

In Kürze werden die Marktforscher von Gfk Geomarketing die neue Studie zur Kaufkraft der Deutschen herausgeben. Neben vielem bekannten gibt es diesmal auch eine größere Veränderung. Erstmals haben die Einwohner in Hamburg mehr Geld für den Konsum zur Verfügung als die Einwohner in Bayern.

Inflation frisst höhere Kaufkraft fast völlig
Zunächst einmal ergibt die Berechnung der Gfk Geomarketing, dass jeder Deutsche im Jahre 2012 stolz 413 Euro mehr zum Ausgeben hat. Leider muss diese zunächst erfreulich klingende Mitteilung auch gleich wieder relativiert werden. Denn aufgrund der weiterhin hohen Inflation bleibt von diesem Mehrbetrag effektiv kaum etwas übrig. Einer um zwei Prozent gestiegenen Kaufkraft steht eine Inflation von 1,8 Prozent gegenüber. Damit muss der Einzelhandel auch weiterhin auf die gute Stimmung und das Vertrauen der Verbraucher hoffen, wenn man entsprechende Zuwächse erzielen will. Bisher ist es so, dass die Deutschen Konsumenten sich entgegen ihrer bisherigen Gewohnheiten noch nicht vom Krisengerede um den Euro haben anstecken lassen. Die Neigung zum Konsum ist nach wie vor hoch. So sind die Prognosen für das aktuelle Weihnachtsgeschäft weiterhin optimistisch, auch wenn die Erwartungen bisher noch nicht ganz erfüllt werden konnten. Der inländische Konsum könnte damit auch nächstes Jahr seine wichtige Aufgabe als Motor der Wirtschaft erfüllen.

Hamburg überholt Bayern
Vergleich man die Bundesländer, so hat Hamburg erstmals den Freistaat Bayern überholt. Insgesamt lässt sich sagen, dass sich die Stadtstaaten Hamburg Bremen und Berlin den größten Sprung gemacht haben. Dies ist in erster Linie dadurch begründet, dass hier die höchste Anzahl an Beziehern von Transferleistungen wohnt. In diesem Jahr sind unter anderem Renten, Kindergeld und BAföG gestiegen, was zu einer Steigerung der Kaufkraft führt.

Bei den Landkreisen hat der Hochtaunuskreis die Nase vorn. Durchschnittlich wird hier jeder Einwohner den Betrag von 29.285 zur Verfügung haben. Dicht dahinter folgen Starnberg und München. Eher düster sieht es dagegen in den östlichen Landkreisen wie Görlitz aus. Hier steht jedem Einwohner mit einem Betrag von 14.949 nur etwa die Hälfte des Geldes für Konsum zur Verfügung.