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Aktuelle Informationen aus der Wirtschaft für Arbeitgeber

In den USA planen zwei wichtige Konzerne einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen. Der Autoriese General Motors (GM) will 3.000 Arbeitnehmer an den amerikanischen Standorten des Unternehmens entlassen. Der Internet-Konzern Yahoo beabsichtigt, rund 600 Mitarbeitern die Kündigung auszusprechen.

Der nur mit Staatshilfen vor dem Konkurs gerettete US-Automobilkonzern hat bereits 3.000 Facharbeitern ein konkretes Abfindungsangebot unterbreitet. Das Unternehmen bietet jedem angesprochenen Beschäftigten 60.000 Dollar, sofern er bis Ende März 2011 das Unternehmen verlässt oder frühzeitig in Rente geht. Bei den Betroffenen handelt es sich vorrangig um Facharbeiter aus vierzehn Werken in den USA, die von einer Schließung bedroht sind.

Die Nachricht sorgte für Überraschung unter Wirtschaftsanalysten, da der Konzern gerade erst eine umfassende Restrukturierung hinter sich gebracht hat. Erst vor einigen Wochen hatte General Motors 23,1 Milliarden Dollar eingenommen. Auch das Börsendebüt in jüngster Vergangenheit passt nicht so ganz zu dieser Maßnahme. Grund für den Personalabbau könnte die aktuelle Entwicklung am Automarkt in den USA sein. Die Nachfrage nach Neuwagen verbessert sich zwar, weist momentan aber noch keine Nachhaltigkeit auf. Und das neue Management verfolgt eine absatzorientierte Unternehmenspolitik. Unklar in diesem Zusammenhang ist, warum General Motors im Gegenzug seine Kapazitäten an anderen Standorten vergrößert. Beispielsweise plant das Unternehmen, in Orion im US-Bundesstaat Michigan ein Werk erneut zu öffnen. In anderen Fabriken sollen zusätzliche Produktionsschichten gefahren werden.

Yahoo hat am Dienstag erstmals konkrete Zahlen genannt: Insgesamt 560 Mitarbeiter sollen das Unternehmen verlassen. Die Kündigungen könnten noch in dieser Woche erfolgen, wie aus Kreisen des Unternehmens verlautete. Binnen drei Jahren wäre das bereits die vierte Entlassungswelle bei Yahoo. Carol Bartz, die im Januar 2009 die Leitung des Unternehmens übernahm, würde damit bereits drei Kündigungswellen verantworten. Trotz enormer Einsparungen üben die Investoren massiven Druck auf das Unternehmen aus. Zuvor verschlankte Carol Bartz bereits die Verwaltung und wickelte unrentable Unternehmensbereiche ab. Insider behaupten, insbesondere die Produktionsabteilung in den USA sei von der aktuellen Entlassungswelle betroffen. Yahoo hingegen betonte, die Entlassungen würden weltweit stattfinden.