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Das Kerngeschäft des Unternehmens Google bestand eigentlich darin, Inhalte im Internet durch eine Suchmaschine zu verbreiten. In den letzten Jahren fand der Internetgigant aber auch zahlreiche weitere Möglichkeiten, in der digitalen Gesellschaft mit Hilfe des Internets an Geld und Macht zu kommen. Vor allem mit dem sogenannten „Street View“ kam Google zuletzt ins Gespräch, und sorge für viel Zündstoff unter Verbraucherschützern.

Die neueste Idee ist nun, sich an einem großen Windpark an der US-Westküste zu beteiligen, bei der Windkraftanlagen mit bis zu 6000 Megawatt gebaut werden sollen. Diese Windanlagen werden sich vor der Küste, etwa 15 bis 25 Kilometer vom Land entfernt befinden. Rund 1,9 Millionen Haushalte würden somit durch die alternative Energie versorgt werden. Die Beteiligung von Google an der Atlantic Wind Connection (AWC) beläuft sich auf 37,5 Prozent, weitere Partner sind Marubeni und Good Energies. Durch zwei weitere, bereits existierende Windparks mit zahlreichen Windkraftanlagen, an denen sich Google beteiligte, ist das Unternehmen durch seine Beteiligung am Energiegeschäft mittlerweile ein durchaus wichtiger Stromabnehmer.

Doch neben der Beteiligung an Windkraftanlagen hat Google auch noch weitere Ideen. Beispielsweise wird bereits an einem Preisindex gearbeitet. Dieser stützt sich auf Informationen aus dem Internethandel und könnte Trends im Handel, beispielsweise Preisentwicklungen bestimmter Produkte zeigen, teilte Google-Chefökonom Hal Varian mit. Dabei kommt es aber auch darauf an, um welche Produkte es sich handelt, da zum Beispiel Uhren häufiger im Internet bestellt werden als Autoreifen. Somit wäre es keine Alternative zu den klassischen Inflationsstatistiken. Des Weiteren könnte man durch bestehende Datenstände auch andere Entwicklungen feststellen, beispielsweise in der Arbeitslosigkeit, indem man die Suchanfragen nach Arbeitslosenhilfe auswertet.