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Am Montag, dem 23. Januar 2012, meldet Schlecker, die einst größte Drogeriemarkt-Kette in Deutschland, Insolvenz an. Bereits am Donnerstag, dem 26. Januar, ist auch die Tochtergesellschaft Ihr Platz insolvent. Zuerst sollte Ihr Platz und die Auslandsfilialen von der Schlecker Insolvenz nicht betroffen werden. Und doch ist die Schlecker-Tochter so stark von dem Unternehmen abhängig, dass die Insolvenz kaum aufzuhalten war. So sind es noch mehr Arbeitnehmer, die um ihren Arbeitsplatz und somit auch um ihre Existenz bangen müssen. Über 5.800 Mitarbeiter sind in rund 650 Ihr Plazt-Filialen beschäftigt. Schlecker beschäftigt zur Zeit rund 30.000 Arbeitnehmer.

Mit der angemeldeten Plan-Insolvenz kann Schlecker selbst Strategien zur Weiterführung der Geschäfte entwickeln. Da auch Ihr Platz jetzt eine Insolvenz angemeldet hat werden Lösungen für den gesamten Konzern gesucht. Das Unternehmen steht vor einer gründlichen Umstrukturierung, die das Vertrauen der Gläubiger dauerhaft stärken soll. Bereits am 25. Januar liefen Verhandlungen mit dem größten Gläubiger Markant erfolgreich ab. Hohe Schulden gegenüber der Markant-Gruppe, die sich bereits auf die dreistellige Millionenhöhe beliefen, waren der Hauptgrund für die Schlecker Insolvenz. Markant hat sich damit einverstanden erklärt, die Lieferungen an Schlecker wieder aufzunehmen. Schlecker hofft auf eine baldige Einigung auch mit anderen wichtigen Lieferanten.

Zusätzlich zu den bereits laufenden Verhandlungen mit den Lieferanten schließt das Unternehmen Schlecker noch weitere Filialen um Kosten zu sparen. Bereits Ende des Jahres 2010 wurden 600 Filialen geschlossen. Schlecker wird ebenfalls an einem neuen Image arbeiten. Zu kleine Filialen mit zu wenig Sortiment und miserable Arbeitnehmerbehandlung war gestern, heute will das Unternehmen durch die anstehende Umstrukturierung wieder attraktiver für die Verbraucher werden.