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Das Londoner Bankhaus HSBC wurde vom US-Justizministerium, wegen Geldwäsche, zu einer Strafe von 1,92 Milliarden Dollar verurteilt. Das Institut soll unteranderem Geld aus Mexiko und dem Iran gewaschen haben. Dies ist die höchste Geldbuße, die je von einem amerikanischen Ministerium ausgesprochen wurde.

Das Geldhaus teilte am Dienstagmorgen mit, dass es sich mit den US-Behörden auf eine Zahlung von 1,92 Milliarden Dollar geeinigt habe, um damit den Geldwäsche Skandal beizulegen. Die USA warfen der HSBC vor, über mehrere Jahre Geldwäsche aus Ländern wie Mexiko, Saudi Arabien und Iran unterstützt zu haben. Diese Transaktionen sollen in Mexiko besonders von Drogenbossen in Anspruch genommen worden sein. Die Geschäfte mit dem Iran sollen laut Senatsbericht einen Umfang von rund 16 Milliarden Dollar, in nur wenigen Jahren, gehabt haben.
Bereits im Sommer hat die HSBC schwerwiegende Fehler zugestanden. Als Konsequenz musste der Head of Compliance, David Bagley, das Unternehmen verlassen. Anfang November tätigte die HSBC Rückstellungen von ca. 1,5 Milliarden Dollar um auf mögliche Strafzahlungen vorbereitet zu sein.

Doch ist dies nicht die einzige britische Bank, die wegen ihrer dubiosen Vorgehensweisen ins Visier der US-Behörden gelangt ist. Im Sommer einigte sich das Bankhaus Standard Chartered wegen verbotener Transaktionen mit dem Iran auf Zahlungen in Höhe von 340 Millionen Dollar. Nun muss das Unternehmen aufgrund weiteren unerlaubten Geschäften mit dem Iran erneut 327 Millionen Dollar an Strafe zahlen.

Geldwäsche scheint für die Bankhäuser ein sehr profitables Geschäft zu sein, da diese sogar als Wiederholungstäter auffallen und Ansehensverluste wie Strafzahlungen billigend in Kauf nehmen. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Geldinstitute ins Blickfeld der amerikanischen Finanzaufsicht fallen.

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