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Aktuelle Informationen aus der Wirtschaft für Arbeitgeber

Wie jeden Monat hat das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung auch im September den Ifo Geschäftsklimaindex ermittelt. Dabei wurden 7000 führende Manager befragt. Entgegen vorherrschender Erwartungen, fiel der Ifo Konjunkturindex nicht so schlecht aus, wie befürchtet. Das bedeutet, dass der Ifo Index im September auf 107.5 Punkte fiel, was dem tiefsten Stand seit über einem Jahr entspricht. In Worten ausgedrückt kann gesagt werden, dass die Geschäfte der Firmenchefs gut laufen aber die Stimmung schlecht ist. Die Ursachen für die gedrückte Stimmung liegen auf der Hand. Euro-Krise, Staatsverschuldung, drohende Staatspleiten und erweiterte Rettungsschirme haben die Firmen tief verunsichert. Auch sind klare Aussagen seitens der Politik nicht zu erwarten.

Die Konjunktur blieb in den vergangen Monaten von der politischen Situation Europas unberührt. Fraglich ist, ob dies nicht nur eine Folge des Anstiegs prekärer Arbeitsverhältnisse ist. Wie bekannt sichern immer mehr Leiharbeiter die Zielerfüllung großer Unternehmen. Diese arbeiten zudem für niedrige Löhne. Mit Kurzarbeit, Leiharbeit und Teilzeitarbeit konnte die Konjunktur Krise bereits im Jahre 2010 abgefedert werden.

In den folgenden Monaten wird eine weltweite Abschwächung der Konjunktur erwartet. Zu einer Rezession wird es nicht kommen, da die Firmen immer noch genügend Aufträge für sich verbuchen können. Dennoch werden die Zeiten auch für große Unternehmen schwieriger, weil die Schuldenkrise den Export einschränkt. Die Folgen für Deutschland, als klassisches Exportland sind absehbar. Hilfe verspricht nur die europäische Zentralbank, welche ihre Leitzinsen von 1.5 auf 1 Prozent absenken will.

Ein Schrumpfen der Wirtschaft im vierten Quartal ist also durch die Konjunkturschwächung fast unvermeidbar. Bleibt zu Hoffen, dass die Folgen nicht so schmerzhaft sind, wie im Jahre 2009.