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Entgegen verschiedener Pressemeldungen bleibt der Gründer von IKEA, Ingvar Kamprad, doch in seinem Unternehmen tätig. Der 86-jährige fühlt sich weiterhin fit und voller Energie, um sich angemessen mit um die Belange des bekannten Möbelhauses zu kümmern. Vor 70 Jahren hat er den Betrieb gegründet und durch die Wirren der Zeiten erfolgreich vorangebracht.

Damit liegt Ingvar Kamprad von IKEA voll im Trend. In der Wirtschaftswelt ist es nicht unüblich, dass die älteren Chefs und Gründer ihren Sitz nicht räumen wollen. Das ist auch bei zahlreichen deutschen Unternehmen der Fall. Zum Teil sitzen hier über 50-jährige Söhne oder Töchter noch in Wartestellung, während über 80-jährige Väter immer noch die Firmenimperien leiten und sich überhaupt nicht in ihren Führungsstil hineinreden lassen. Die wenigsten Familienbeziehungen halten das auf die Dauer aus. Es kommt zu Generationskonflikten, die oft mit einem Zerwürfnis enden. Nicht selten wechselt dabei der Sohn sogar zur Konkurrenz und macht dort Karriere.

Der Gründer des Möbelhauses IKEA hat aber geplant, nicht mehr unbedingt an vorderer Stelle mitzumischen und ganz allein das Ruder zu führen. Das fördert sicher das Familienverhältnis und nicht zuletzt den Erfolg des Unternehmens. Er wird weiterhin als erfahrener Berater bei verschiedenen Entscheidungen ganz aktiv mitwirken. Mit diesem Umstand können die drei Söhne, die alle über 40 Jahre alt sind, sicher ganz gut leben. Vielleicht ist diese Art und Weise der Weiterbeteiligung des Seniors ein gutes Vorbild für deutsche Unternehmen.