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Aktuelle Informationen aus der Wirtschaft für Arbeitgeber

Die Wirtschaft boomt. Es ist wieder leichter geworden, einen Job und Arbeitsplatz zu finden. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni um 67.000 Personen auf jetzt 2.893.000 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote, die vor einem Jahr noch bei 7,5 % lag, ist auf 6,9 % zurückgegangen. Die Bundesagentur für Arbeit geht sogar davon aus, dass die Drei-Millionen-Grenze dieses Jahr nicht mehr übertreten werden und der positive Trend sich fortsetzen wird. Er werde sich allenfalls etwas verlangsamen.

Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften sei groß und vor allem auch stabil. Die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse steigerten sich im April seit einem Jahr um 680.000 auf über 28 Millionen. Davon sollen 60 % Vollzeitarbeitsverhältnisse sein. Insgesamt hätten mehr als 40 Millionen Menschen einen Job und Arbeitsplatz. Damit sei nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung erreicht worden.

Zeitarbeitsfirmen beklagen vor allem den Arbeitskräftemangel. Jede dritte freie Stelle werde dieser Branche zugerechnet. Aber auch die Bauindustrie, der Handel, Gastronomie und Gesundheitssektor bieten Job und Arbeitsplatz.

Dennoch ist nicht alles so wie es scheint. Jugendliche haben teils Probleme, nach dem Abschluss ihrer Ausbildung im Betrieb übernommen zu werden. Bundesweit werden nur zwei Drittel der Auszubildenden von ihren Ausbildungsbetrieben in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Dabei sind die Chancen in größeren Industriebetrieben am günstigsten. Empfehlenswert ist, sich zusätzlich für einen bestimmten Beruf zu qualifizieren. Dies erhöhe die Chancen teils beträchtlich.

Diese Situation ist umso erstaunlicher, als es im Rest der Welt weniger rosig aussieht. Die Weltkonjunktur schwächelt. Auch haben sich bislang die Befürchtungen nicht bewahrheitet, die eine Wanderungsbewegung osteuropäischer Billiglöhner Richtung Deutschland infolge der Arbeitnehmerfreizügigkeit seit 1. Mai prophezeit haben. Eine Erklärung kann darin liegen, dass für den Sektor der Leiharbeit seit 1.Mai Mindestlöhne gezahlt werden müssen.