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Der 63-jährige Ackermann gab kürzlich bekannt, dass er die Deutsche Bank zum Mai 2012 verlassen werde und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, einen Posten im Aufsichtsrat dieser Bank einnehmen werde. Somit verliert die Deutsche Bank ihr „Flaggschiff“, einen Mann, der wohl wie kaum ein anderer für diese Institution steht. Die Bekanntgabe dieser Entscheidung kam zu einem denkbar medienwirksamen Zeitpunkt: Sie erfolgte anlässlich der Preisverleihung des „European Banker of the Year“ an Peter Sands. Kurz vor diesem Akt wurde die Entscheidung Ackermanns durch einen Sprecher der Deutschen Bank bekannt gegeben. Nun war es also offiziell: Ackermann hört auf!
Als Begründung wurde gegeben, dass ein Überwechseln in diese verantwortungsvolle Position beträchtlicher Vorbereitungen bedürfe. Da Ackermanns Zeitplan es in der momentanen „Krise“ es jedoch nicht zuließe, sich angemessen auf den Posten vorzubereiten, verzichte er lieber auf dieses Amt. Für den Posten ist nun der Allianz Finanzvorstand Paul Achleitner designiert.
Nachdem diese als Sensation gewertete Nachricht bekannt wurde, setzte natürlich das große Rätselraten ein, denn der öffentlichen Erklärung wird nicht unbedingt Glauben geschenkt. Welche Gründe haben ihn zu diesem Schritt bewogen? Einfache Müdigkeit, die man mit einem solchen Lebenslauf und in seinem Alter durchaus zeigen dürfte?
Spekuliert wird aber auch dahingehend, dass die zukünftige Zusammenarbeit mit Anshu Jain und Jürgen Fitschen ihm nicht gerade als besonders erfreulich bevor stand. Wenn auch diese beiden Herren sich nicht direkt zu dem Thema äußern wollen, ist doch bekannt, dass hier ein großes Konfliktpotential herrscht. Wie so oft, werden hier wohl sowohl private, persönliche Gründe als auch berufliche zusammen gefallen sein. Man kann aber mit Recht sagen, dass für die Deutsche Bank eine Ära zu Ende geht.