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Vom US-Kongress wurde eine Kommission eingesetzt, deren Mitglieder überparteilich ausgewählt worden waren. Das Ziel dieser Kommission war es, sich damit auseinander zu setzen, wie man den Schuldenberg in Amerika abbauen kann. Nach drei Monaten intensiver Gespräche wurde nunmehr erklärt, dass die Verhandlungen gescheitert sind. Damit wurde Gewissheit, was sich immer mehr während der Gespräche zwischen den beiden Parteien des Kongresses abzeichnete.

Die Vorsitzenden der beiden Parteien der Kommission bedauerten das Scheitern, waren sich jedoch über das Handeln müssen gegen den Schuldenberg einig. Dies bekräftigten Patty Murray, Senatorin der Demokraten, und der Abgeordnete der Republikaner, Jeb Hensarling. Besonders groß ist die Enttäuschung beim amerikanischen Präsidenten, dass die Kommission kein gemeinsames Konzept zum Abbau der Schulden finden konnte.

Dramatisch ist das Scheitern der gemeinsamen Kommission vor dem Hintergrund, dass die Höhe der Staatsverschuldung in den USA inzwischen die Grenze von 15 Billionen Dollar überschritten hat. Wird keine Einigung über den Abbau der Schulden gefunden, erfolgt eine automatische Einsparung, die ab dem Jahr 2013 greifen wird. Davon werden besonders die Bereiche Soziales und Verteidigung betroffen sein. Über die weiteren Folgen des Scheiterns der Verhandlungen in Amerika, weil sich die Kommission nicht über Steuererhöhungen einigen konnte, wird sicherlich noch Monate lang gesprochen werden.

So wurde die Kreditwürdigkeit der USA aufgrund der Schulden bereits zurückgestuft. Nicht zu unterschätzen ist in diesem Zusammenhang auch die Rolle der Banken, deren Handeln sicherlich zu dieser Situation mit beigetragen hat. Allerdings ist Amerika in vielen Belangen den übrigen Staaten dieser Welt noch immer überlegen. Von daher wird sich noch etwas in diesem Bereich entwickeln, woran sicherlich in diesem Moment noch nicht zu denken ist