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Aktuelle Informationen aus der Wirtschaft für Arbeitgeber

Nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) aus Nürnberg sind die Erwartungen der Bundesbürger in die Gesamtentwicklung der Wirtschaft zurück gegangen. Der Gesamtindikator für das Konsumklima sank für Mai von 5,9 auf 5,7. Schon im April waren die Konsumenten pessimistischer als im Vormonat, nachdem der Index seit Juni des Vorjahres stetig gestiegen war. Dies vollzieht sich aber auf einem nach wie vor sehr hohen Niveau.

Das Nürnberger Marktforschungsinstitut ermittelt den Konsumklimaindex aus der Konjunkturerwartung, der Einkommenserwartung und der Anschaffungsneigung der Bundesbürger und befragt zur Ermittlung dieser Indices jeden Monat 2.000 Verbraucher.

Den Grund für den Rückgang des Gesamtindikators sehen die Marktforscher in der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan, in den sich ausweitenden Unruhen in Nahost und Nordafrika sowie in den steigenden Preisen.

Die Konjunkturerwartung bleibt weiterhin auf sehr hohem Niveau und ist im April nur leicht zurück gegangen. Dies liegt daran, dass trotz der außerhalb Deutschlands erkannten Unwägbarkeiten die wirtschaftlichen Aussichten im Inland weiterhin positiv gesehen werden.

Die Einkommenserwartung der Deutschen ging ebenfalls zurück, sie verlor im April 5,5 Punkte. Aber auch sie liegt mit nunmehr 35 Zählern immer noch weit über dem langjährigen Mittel mit 0 Punkten. Der Grund für den Rückgang ist in gestiegenen Lebenshaltungskosten zu sehen. Im März stiegen die Lebenshaltungskosten laut Angaben des Statistischen Bundesamtes um 2,1 Prozent, insbesondere die stark gestiegenen Preise für Energie machen sich hier bemerkbar. Das zehrt zu einem Großteil die Erhöhungen bei Löhnen und Gehältern auf. Rentner müssen sogar real Einkommensverluste hinnehmen.

Die Anschaffungsneigung der Bundesbürger ist mit einem Indikator von 34,2 Punkten gegenüber dem Vormonat fast unverändert geblieben. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeutet das ein Plus von 13 Punkten. Die weiter zunehmende Beschäftigung bei einer sehr starken Konjunktur im Inland dämpft offenkundig die Angst vor einem Jobverlust. Die damit einhergehende Planungssicherheit aus Sicht der Verbraucher erklärt diese weiterhin hohe Anschaffungsneigung.