wirtschaft-infos.de

Aktuelle Informationen aus der Wirtschaft für Arbeitgeber

Die Lokführer von den Konkurrenzunternehmen der Deutschen Bahn sind wieder in den Streik getreten. Bis zum Samstag morgen wollen Sie die Arbeit niederlegen, wodurch es im Berufsverkehr zu einigen Behinderungen kommt. Seit diesem Donnerstag befinden sich die Lokführer im Ausstand, allerdings ist nach offiziellen Angaben die Streikbeteiligung geringer als zunächst erwartet ausgefallen, was sich positiv auf den Zugverkehr als auch auf die Wirtschaft auswirken dürfte.

Während des 48-Stunden-Streiks wird es zu teilweisen Behinderungen beim regionalen Zugverkehr kommen, was für das gesamte Bundesgebiet gilt. Sowohl die Betreibergesellschaften als auch die Gewerkschaft der Lokführer, die GDL, verwiesen darauf hin, dass Zugreisende mit zeitweiligen Ausfällen und Verspätungen rechnen müssen. Seit heute Nacht 2 Uhr wurden die Mitglieder der GDL zum Streik aufgefordert. Dabei handelt es sich diesmal um 20 Anbieter, die regionale Strecken in Konkurrenz zur Deutschen Bahn betreiben. Dazu gehören unter anderem die Hessische Landesbahn, Netinera, Benex, Veolia und Abellio. Die Streiks werden bundesweit durchgeführt. Einzig die Zugverbindungen der Deutschen Bahn und des Wettbewerbers Eurobahn (Keolis) sollen von den Ausständen verschont werden. Mit der Deutschen Bahn hatte sich die GDL bereits auf einen Rahmentarif einigen können, mit Keolis konnte man bereits Annäherungen bei den Tarifverhandlungen verzeichnen.

Vor allem im Großraum Berlin werden sich Zugreisende auf Verspätungen und auch auf Ausfälle von Zügen einstellen müssen. Seitens der GDL ließ man verkünden, dass die Streikbeteiligung in Berlin, Brandenburg und Sachsen hoch sei. In Nordrhein-Westfalen sind seit dem frühen Morgen diverse Zugausfälle im Berufsverkehr entstanden. Im Gebiet Rhein-Main seien bisher etwa ein Drittel aller Züge ausgefallen. Insgesamt betrachtet ist die Beteiligung an den bundesweiten Streiks aber nicht so hoch ausgefallen, wie von der GDL erwartet worden war. Im Vergleich zu vorherigen Streiks der Lokführer sind diesmal verhältnismäßig viele Beschäftigte dem Aufruf zur Arbeitsniederlegung nicht gefolgt. So war beispielsweise am Morgen vor allem im Nordosten wenig Zugausfälle zu verzeichnen gewesen. Allerdings verweist man seitens der GDL zuversichtlich, dass bei allen bestreikten Unternehmen knapp 70 Prozent der Verbindungen ausgefallen sind.