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Aktuelle Informationen aus der Wirtschaft für Arbeitgeber

Der Ruf nach Fachkräften wird gerade aus dem Bereich der Industrie immer wieder dann lauter, wenn ein wirtschaftlicher Aufschwung vor der Tür steht oder bereits eingesetzt hat. Wer jetzt meint, dass dieses Problem selbst verschuldet ist, weil die Betriebe nicht genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, hat nur teilweise Recht. Natürlich reicht es nicht aus den Fachkräftemangel zu beklagen und trotzdem keine entsprechend geschulten Handwerker im eigenen Betrieb heranreifen zu lassen. Diese Problematik haben sowohl die großen, als auch die mittleren Betriebe sehr wohl begriffen, doch die Ursachen reichen tiefer und fangen in den Familien und den Pflichtschulen an.

Um den Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt auf Dauer in den Griff zu bekommen, müssen Eltern ihren Kindern einen Überblick über berufliche Perspektiven bieten und anerkennen, dass nicht nur ein Studium das Maß aller Dinge ist. In den Schulen sollten die jungen Menschen lernen, dass sie für ihre berufliche Zukunft selbst Verantwortung tragen müssen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist nur für diejenigen schwierig, die keine gute Ausbildung haben. Selbst wenn manche aus schwierigen Verhältnissen kommen, ist der Erwerb von Wissen und Qualifikation keine Bringschuld der Schule – ohne Eigeninitiative sieht die berufliche Zukunft dunkel aus. Betriebe, die einen Fachkräftemangel beklagen, müssen natürlich auch selbst dafür Sorge tragen, dass entsprechend qualifizierte Handwerker ausgebildet werden. Unterm Strich bleibt allerdings eine Erkenntnis: eine gute Bezahlung, geht fast immer Hand in Hand mit genügend Interessenten.