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Ein trauriger Rekord wurde unlängst von den Jobcentern in Deutschland aufgestellt. Innerhalb eines Jahres gab es über eine Million Sanktionen und Strafen gegen die Empfänger von Hartz IV. Schaut man sich die Zahl einmal im Vergleich zu den Hartz-IV-Sanktionen im Jahr 2007 an, so ist diese um stolze 31 Prozent angestiegen.

Der Grund für den deutlichen Anstieg der findet man hauptsächlich in der Tatsache, dass die Mitarbeiter der Jobcenter inzwischen deutlich konsequenter gegen die Verstöße vorgehen. Und so werden auch kleinere Verstöße, die sonst vielleicht mit einer Verwarnung geahndet wurden, mit einer Reduzierung der Leistungen bestraft. Zudem bietet der momentan sehr entspannte Arbeitsmarkt viele freie Stellen, die den Langzeitarbeitslosen angeboten werden können. Wer die Angebote jedoch nicht annimmt, sich nicht oder nur unzureichend bewirbt oder aber andere Termine verpasst, wird nun mit einer Sanktion belegt.

Der häufigste Grund für die Hartz-IV-Sanktionen liegt im Versäumnis von Meldefristen. Rund 68% der Sanktionen gehen aus dieser Tatsache hervor. Die Verweigerung einer Arbeitsaufnahme oder grobe Verstöße gegen die Eingliederungsvereinbarung treten deutlich weniger auf und müssen daher auch weniger sanktioniert werden.

Die Leistungen bei Hartz-IV-Sanktionen werden im Schnitt um 116 Euro pro Monat gekürzt. Viel Geld für einen Hartz IV Empfänger. Zudem werden Männer deutlich häufiger auffällig und müssen eine Sanktion in Kauf nehmen. Und auch das Alter, das Geschlecht und die Herkunft des Empfängers geben Aufschluss darüber, wie oft eine Sanktion ausgesprochen werden muss.