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Das Mitgliedsland der Europäischen Union – Portugal – scheint bei der einen oder anderen Ratingagentur keinen besonders guten Ruf zu genießen. Denn jüngst wurde das südwesteuropäische Land einmal mehr von einer solchen Ratingagentur abgestuft, was nicht nur die Europäische Union direkt und den Euro betrifft, sondern ganz besonders die Iberische Halbinsel. Zumindest die Aktionäre an den Weltbörsen haben auf diesen Vorfall bisher mit viel Entspannung reagiert.

Portugal scheint bei Moody’s, einer der bekanntesten Ratingagenturen der Welt, kaum noch Kreditwürdigkeit zu haben. Diese vermutet, dass das Land ähnlich wie Griechenland oder Irland bald auf weitere Hilfspakete aus der Europäischen Union, die vor allem von Deutschland und Frankreich geschnürt werden müssen, angewiesen zu sein. Aktuell beträgt der Status, den Portugal bei Moody’s hat, nur noch BA2, davor immerhin Baa1.

Auch die Bundesregierung sowie die Europäische Zentralbank sind etwas überrascht von der Überheblichkeit bzw. raschen Einschätzung seitens Moody’s, welche in den Augen beider Institutionen die Panikmache nur noch vergrößert. Wolfgang Schäuble brachte es auf den Punkt, und argumentierte, dass es noch nicht einmal ein klares Indiz für diese Abstufung gibt.

Zwar sprechen die Zahlen, die die portugiesische Wirtschaft aufweist, nicht unbedingt für das kleine Nachbarland von Spanien, doch die Sparmaßnahmen wurden getroffen, sind hart und werden vor allem nicht nur von der Regierung, sondern von allen Bürgern des Landes mit Elan getragen. In Griechenland dagegen sieht dies schon wieder etwas anders aus. Auch in Irland war man von den jüngst getroffenen Sparmaßnahmen wenig begeistert in der Bevölkerung. Beide Länder sind bereits länge mit dem Status BA2 behaftet.