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Der Opel Konzern gehört zu den größten europäischen Automobilherstellern. Obwohl das Unternehmen auf mehr als 150 Jahre Geschichte zurückblicken kann und allein in Deutschland mehr als 20.000 Mitarbeiter beschäftigt, steckt Opel in einer tiefen Krise. Ab 2016 soll am Standort Bochum die Produktion von Neuwagen eingestellt werden, um Kosten zu sparen. Im vergangenen Jahr sank der Absatz von Opel-Fahrzeugen um mehr als 20 Prozent. Derartige Einbußen kann auch ein großer Konzern auf Dauer nicht verkraften. Die Wende zum Besseren soll mit dem neuen Opel Adam kommen, einen Kleinwagen, der seit Anfang 2013 im Opel-Werk Eisenach in Thüringen produziert wird.

Der neue Opel Adam kurz vorgestellt

Dabei handelt es sich um einen Kleinwagen für den Stadtverkehr. Der Kleine ist knapp 3,70 Meter lang und ist mit 3 Vierzylinder Benzinmotoren von 70 bis 100 PS erhältlich. Der Verbrauch liegt bei ungefähr 5 Liter pro 100 Kilometer. Das Auto zielt besonders auf den Markt der jugendlichen Käufer und ist in tausenden unterschiedlichen Variationen der Farbgebung und der Innendekoration erhältlich. Damit kann sich beinahe jeder Kunde seinen individuellen Adam zusammenstellen. Obwohl der Preis höher als der des VW Up liegt, ist die Ausstattung des Adam besser. Der Opel Adam zielt aber mehr auf den Mini und hofft, denselben Kultstatus zu erringen.

Kleines Auto mit großer Wirkung?

Ein Kleinwagen allein kann natürlich einen großen Konzern wie Opel nicht aus der Klemme helfen, wohl aber einen Aufwärtstrend einleiten. zumindest für das Opel-Werk in Eisenach bringt der Adam in der nächsten Zeit sichere Arbeitsplätze. Dort wurde bisher der Opel Corsa produziert. Wegen der sinkenden Nachfrage wurde jedoch nur noch in 2 Schichten gearbeitet. Mit dem Opel Adam soll das anders werden. Experten sagen Verkaufszahlen von 50.000 Fahrzeugen jährlich voraus. Bereits bei Produktionsstart liegen 16.000 Vorbestellungen vor. Um die Produktion so effizient wie möglich zu gestalten, hat der Mutterkonzern mehr als 200 Millionen Euro im Werk Eisenach investiert. Das ist die erste größere Investition in ein deutsches Werk seit einigen Jahren.

Der Adam soll vor allem ein Volumenfahrzeug mit hohen Verkaufszahlen werden. Opel kündigte an, in nächster Zeit noch mehr neue Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Zusätzlich wird angestrebt, die Produktion der Schwestermarke Chevrolet teilweise nach Europa und speziell nach Deutschland zu verlagern. Zumindest für die nächsten Jahre scheinen die Arbeitsplätze in Eisenach mit der Produktion des Opel Adam gesichert.

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