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Die Demonstration unter dem Motto Occupy Wall Street weitet sich immer weiter aus. Dabei ist nach wie vor niemandem wirklich klar, worum es den Demonstranten bei der Kundgebung geht. Der Sinn mit dem Spruch „Wir sind die 99 Prozent“ leuchtet jedem ein. Man will verdeutlichen, dass 99 % der Bevölkerung unter der allmählich einsetzenden Finanzkrise leiden müssen, während der kleine Rest wieder einmal unbeeindruckt weiter Geld scheffeln könne, da notfalls vom Staat alimentiert.

Derweil sucht die Öffentlichkeit über die Medien nach dem Ziel der Aktion. Niemand versteht so recht, was mit der Demonstration erreicht werden soll. Viele Beobachter verstehen die Sorgen der Demonstranten und können die Gründe der Demonstration nachvollziehen. Dennoch verweisen zahlreiche Kommentare darauf, dass es ohne die Rettung dieses kleinen Rests von einem Prozent, also der Banken- und Finanzwelt sowie deren Umgebung, den Demonstranten noch viel schlechter ginge.

Die Polizei legt in der Angelegenheit unaufgeregte Gelassenheit an den Tag. Man lässt die Demonstranten unbehelligt in der Nähe des Rathauses ihre Zelte aufschlagen. Ebenso lässt man sie auf dem Bürgersteig ohne Behinderungen protestieren. Mit dem Versuch, die aufgebauten Absperrungen zu überwinden, ist für die New Yorker Polizei dann allerdings die Toleranzgrenze erreicht. Knüppel und Pfefferspray kommen zum Einsatz. Damit will man von vornherein sicherstellen, dass die Demonstranten keine Chance haben, mit der Besetzung des Finanzzentrums ihr Ziel zu erreichen.

Die Zahl der Anhänger der Kundgebung steigt langsam aber stetig, wobei die Protestwelle nicht wirklich auf andere Städte überschwappt. In Seattle, San Francisco und Boston folgten den Aufrufen gerade mal 100 Protestler, Washington brachte sogar nur zwei Dutzend Demonstranten zusammen.