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Laut Statistischem Bundesamt liegt die Inflationsrate in Deutschland derzeit bei 1,3%. Die steigenden Verbraucherpreise schlagen sich vor allem im Energie- und Nahrungsmittelbereich nieder. So ist zum Beispiel Heizöl um beinahe 25% und Butter um gute 40% teurer als noch im Vorjahresmonat. Experten sehen eine mögliche Ursache für diese Entwicklung in der außergewöhnlich hohen Staatsverschuldung. Hinzu kommt die schlechte Ernte, die die Rohstoffpreise für Lebensmittel dieses Jahr in die Höhe schießen ließ. Jedoch lässt sich diese rasante Preissteigerung nur im Zusammenhang mit dem Vorjahr beurteilen, was ihre Einschätzung etwas relativiert. Im Jahr 2009 sah sich die Europäische Zentralbank gezwungen, den Leitzins auf niedrige 1% zu senken, um den Folgen der weltweiten Finanzkrise entgegenzuwirken und die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Im Zuge dieser Maßnahme sanken die Verbraucherpreise und die Kunden wurden wieder zum Konsum animiert. Der Aufschwung ließ das Preisniveau wieder ansteigen. So gesehen ist die Inflationsrate in gewissem Maße auch als Nivellierung anzusehen. Zudem zieht sich der Anstieg der Verbraucherpreise nicht durch alle Sparten, auch Preissenkungen konnten verzeichnet werden. Die sinkenden Gaspreise um 3,5% stellt sogar im Gegensatz zu den ansonsten ständig steigenden Energiekosten einen positiven Punkt für die Verbraucher dar. Fakt ist, dass die Inflationsrate bisher den kritischen Schwellenwert von 2% nicht überschritten hat. Was Prognosen für die Zukunft betrifft, scheiden sich die Geister. Viele halten es anhand der gewaltigen Verschuldung aller Staaten für unmöglich, dass sich die Verteuerung der Güter und Dienstleistungen auf einem moderaten Level gehalten werden kann. Andere hingegen argumentieren, der extreme Sparkurs verursache fehlende Nachfrage, das geringere Produktionsniveau verhindere Lohnzuwächse und Senkung der Arbeitslosigkeitenrate. Somit sei ein gegenläufiger Trend zu erwarten, um den Absatz stabil zu halten.