wirtschaft-infos.de

Aktuelle Informationen aus der Wirtschaft für Arbeitgeber

Die Finanzminister der Euro-Länder einigten sich am Montagabend darauf, den Rettungsfonds für krisengeschüttelte EU Staaten nicht zu erhöhen.

Belgien, der Internationale Währungsfonds und die Europäische Zentralbank hatten eine Aufstockung gefordert. Zu erwarten sei, so hieß es von Seiten der Befürworter, dass nach Griechenland und Irland weitere Staaten die Hilfe benötigen werden. Bedenklich ist die Lage etwa in Portugal, aber auch die Euro-Länder Spanien, Italien und Belgien sind gefährdet. Die Entscheidung der Finanzminister kommt hingegen der von der deutschen Kanzlerin vertretenen Auffassung entgegen, das die verbleibenden Mittel, auch nach Inanspruchnahme des Hilfsprogramms durch Irland ausreichend Schutz gewährleisten.

Rund 700 Milliarden Euro befinden sich derzeit noch in dem Fond, nachdem dem insolventen Inselstaat bei dem Treffen auch offiziell Hilfe in Höhe von 85 Milliarden Euro zugesichert wurde. Das Geld setzt sich zusammen aus EU-Mitteln in Höhe von insgesamt 500 Milliarden Euro und einem Beitrag des Internationalen Währungsfonds in Höhe von 250 Milliarden Euro.

Nicht nur sei das verbleibende Geld ausreichend zum Schutz eventueller künftiger Krisen der Euro-Länder, wie der Chef des Krisenfonds Klaus Regling betonte, auch würden, so hoben der Vorsitzende der Finanzminister, Jean-Claude Juncker, wie auch Währungskommissar Olli Rehn hervor, die gefährdeten Länder, insbesondere Spanien und Portugal, ihre wirtschaftlichen Probleme entschlossen angehen und nunmehr einen strengen Sparkurs verfolgen.

Ob Griechenland eine Laufzeitverlängerung bis 2017 genehmigt bekommt, was die Rückführung der Hilfe in Höhe von 110 Milliarden Euro angeht, darüber wollen sich die Minister erst im nächsten Jahr verständigen. Ursprünglich sollte das Geld ab 2014 an die EU zurückgeführt werden. Erst gar nicht angesprochen wurde ein weiteres Reizthema: die Idee gemeinsamer Staatsanleihen, der sogenannten Euro-Bonds.