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Aktuelle Informationen aus der Wirtschaft für Arbeitgeber

Die Folgen der Wirtschaftskrise bekommen jetzt auch die Führungskräfte der US-amerikanischen Großbank Goldman Sachs zu spüren. Ihr Gehalt wird 2011 um beträchtliche 50 Prozent geringer ausfallen als noch in den Vorjahren. Bei Mitarbeitern des Anleihenhandels werden die Kürzungen noch drastischer ausfallen, hier ist von 60 Prozent niedrigeren Einkünften die Rede.

Die rund 400 Spitzenmanager von Goldman Sachs gehören trotz Schuldenkrise nicht gerade zu den Geringverdienern. 2011 verdienten die Investmentbanker mit dem monatlichen Einkommen und Boni noch immer zwischen drei und sechs Millionen Dollar. Das Gehalt des durchschnittlichen Angestellten der Bank dürfte 2011 um circa 10,7 Prozent auf 385.000 Dollar fallen, im Vorjahr lagen die monatlichen Zahlungen noch bei 431.000 Dollar. Trotzdem gehören sie nach wie vor zu den Spitzenverdienern der Branche. Nicht betroffen von den Kürzungen sind übrigens die Manager der Vorstandebene.

Nicht nur die Mitarbeiter von Goldman Sachs müssen mit starken Einbußen bei Gehalt und Prämien rechnen. Auch andere Unternehmen haben angekündigt, dass sie Kürzungen bei den Zahlungen für Boni vornehmen wollen. Die Morgan Stanley Bank hat bereits in Aussicht gestellt, dass sie ihre Zahlungen an Händler und Investmentbanker um 30 bis 40 Prozent kürzen will.

Schuld an den Streichungen sind die infolge der Wirtschaftskrise zurückgestellten Börsengänge. Auch Anleihen wurden seit dem Sommer kaum noch ausgegeben. Die Umsatzeinbrüche der Unternehmen werden nach Meinung von Experten weitere Kürzungen vor allem bei den Boni zur Folge haben. Dennoch ist den Unternehmen die Arbeit ihrer Mitarbeiter viel wert. Im Verhältnis zum Gewinn wird von einem Anstieg der Prämien und Gehälter von 33 auf 36 Prozent ausgegangen. Damit gehören die Jobs der großen Investmentbanken noch immer zu den bestbezahlten Arbeitsplätzen der Finanzbranche.