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Um den maroden griechischen Staat aus der sich immer schneller drehenden Schuldenspirale heraus zu bekommen, ist es dringend nötig entsprechende Sanierungsmaßnahmen zu ergreifen. Die wichtigste Maßnahme die zu einem ausgewogenen Haushalt für Griechenland führen soll, ist ein rigoroses Sparpaket, das bei der Griechischen Bevölkerung nicht auf Wohlwollen stößt. Die Ablehnung gegen das von außen verordnete Sparprogramm ist so groß, dass die Gewerkschaften für Mittwoch, den 15. Juni, zu einem Generalstreik aufgerufen haben. Dieser Generalstreik wurde durch eine Demonstration vor dem Griechischen Parlament unterstützt, auf der empörte Griechen ihrem Zorn über das Sparprogramm Ausdruck verliehen. Doch nicht nur in Athen, sondern auch in Thessaloniki gab es eine Demonstration gegen den geplanten Sparkurs der Regierung.

Trotz des Generalstreiks, gab es Berufsgruppen die gearbeitet haben. Da die Touristen Saison beginnt, haben sich die Fluglotsen nicht am Generalstreik beteiligt – angesichts der angespannten Finanzlage, war das sicher eine kluge Entscheidung. Auch die Journalisten nahmen ihre Arbeit wieder auf und brachen ihren Streik vorzeitig ab, um von der großen Demonstration vor dem Parlament zu berichten. Dem Sparprogramm von Ministerpräsident Giorgos Papandreou fehlt nicht nur die Unterstützung der Opposition, sondern auch die breite Zustimmung der griechischen Bevölkerung. Am 30.Juni wird über die Sparpläne der Regierung abgestimmt und bis dahin sollen die Demonstrationen andauern. Da die Europäische Union, der internationale Währungsfond und die Europäische Zentralbank weitere Hilfspakete nur dann gewähren wollten, wenn es eine breite Unterstützung für die Sparmaßnahmen in der griechischen Bevölkerung gibt, bleibt es weiter spannend. Zur Zeit steuert Griechenland direkt auf die Zahlungsunfähigkeit zu.