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Ein Land nach dem anderen braucht finanzielle Unterstützung in der Schuldenkrise. Nach Irland, Portugal, Griechenland und Italien ist eins klar: Die Schulden steigen immer weiter und die am meisten betroffenen Länder in Südeuropa werden noch lange mit der Schuldenkrise zu kämpfen haben. Aber auch auf der anderen Seite des Atlantiks kam es fast schon zum finanziellen Gau. Erst in letzter Sekunde einigten sich Demokraten und Republikaner auf die vorübergehende Lösung des Schuldenproblems der Vereinigten Staaten.

Doch bis jetzt hat es in jedem Land, in dem ein Sparpaket verabschiedet wurde, einen Konjunkturabschwung gegeben. Das ist damit zu erklären, dass die Bürger Angst haben und weniger ausgeben. Deshalb gibt es auch weniger Steuereinnahmen und wiederum höhere Schulden. Die Stimmung auf den Finanzmärkten weltweit ist deshalb mehr als angespannt und alles andere als rosig.

Zwar haben die Vereinigten Staaten auch einen riesigen Schuldenberg, jedoch haben die USA gleichzeitig einen großen Binnenmarkt und dazu hohes Vertrauen in den Märkten weltweit, auch dank ihrer wirtschaftlichen Vorreiterrolle in der Vergangenheit. Außerdem geben sie sich für die Sparmaßnahmen die doppelte Zeit wie die europäischen Schuldenländer.

Zudem haben die USA keine Verpflichtungen anderen Ländern gegenüber. Die europäischen Länder hingegen haben einen riesigen Druck der Gläubigerländer, auch wegen der Stabilisation des Euros. Die USA haben außerdem einen florierenden Export. Die Unternehmen, die weltweit exportieren, haben in den letzten Jahren hervorragende Geschäftsergebnisse geliefert und können so zu einer positiven Konjunktur beitragen. Im Gegensatz dazu stehen die europäischen Schuldnerländer. Sie haben kaum Möglichkeiten ihre Wirtschaft durch Export wieder auf einen positiven Kurs zu bringen. Der Druck auf drastisches Sparen, der von den Gläubigerländern ausgeht, hilft da den Schuldnerländern in Europa ebenso wenig und verschärfen die Schuldenkrise.

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