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Nach dem gelungenen Börsen Debut steigt der Kurs der drittgrößten deutschen Versicherungsgruppe Talanx deutlich. Der Versicherungskonzern hat somit seinen ersten Auftritt an der Börse erfolgreich gemeistert. Die Papiere des Versicherungskonzerns mit Sitz in Hannover starteten an der Börse mit einem Ausgabepreis von 18,30 Euro. Damit ist der Ausgabepreis am unteren Drittel der Angebotsspanne angesiedelt, die von 17,30 Euro bis 20,30 Euro reicht. Auf 19,05 Euro legte der Kurs an der Börse nach Eröffnung zu. Die Stimmung im Unternehmen reagierte erleichtert auf diese Entwicklung, ein kleiner Zeichnungsgewinn bereits am Ende des ersten Tages ist durchaus möglich.

517 Millionen Euro nimmt der Versicherer durch den Verkauf von 28,2 Millionen Aktien ein. Nur 11,2 Prozent kommen damit in den Streubesitz des Unternehmens. Beim japanischen Lebensversicherer Meiji Yasuda Lifeals, Kooperationspartner der Talanx Versicherungsgruppe, liegen weitere 6,5 Prozent. Dieser japanische Lebensversicherer tauscht eine 300 Millionen Euro Wandelanleihe in Aktien. Bereits seit 15 Jahren wurde der Börsengang angekündigt und war wenige Wochen vor dem jetzigen Börsengang wieder abgesagt worden. Aufgrund dieser Entwicklungen hält der Investor den Preis für angemessen.

In den nächsten zwei Jahren sind keine größeren Akquisitionen geplant, nach dem geglückten Börsengang will man also nicht erst einmal auf Einkaufstour gehen. Zunächst steht die Konsolidierung im Vordergrund. Bis der Versicherungskonzern einen großen Börsenindex einziehen kann, können durchaus noch zwei Jahre ins Land ziehen. Der erfolgreiche Börsengang hat aber auch Signalwirkung, denn er könnte endlich den lang ersehnten Schwung in den Markt bringen. Obwohl es sich laut Analysten um einen nur relativ kleinen Börsengang handelt, könnte er als so genannter Eisbrecher das Startsignal für weitere größere Börsengänge sein.

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