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Es ging heiß her am Verhandlungstisch, bis der Tarifstreit der nordwestdeutschen Stahlkocher letztlich beendet war und eine Tarifreinigung erzielt wurde. Die ganze Nacht hindurch hatten Arbeitgeber und IG Metall verhandelt, um am Morgen die Einigung auf eine Gehaltssteigerung von 3,8 Prozent verkünden zu können.

Es war bereits der dritte Anlauf, den Arbeitgeber und IG Metall nahmen, um den Tarifstreit der Stahlkocher beizulegen und sich auf eine Tarifreinigung zu verständigen. Nunmehr dürfen sich die die etwa 75.000 Stahlkocher aus Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen schon ab dem 1. Dezember über mehr Geld freuen. Neben der Gehaltssteigerung um 3,8 Prozent wurde zudem die unbefristete Übernahme von Auszubildenden vereinbart. Diese sieht jedoch Ausnahmen für den Fall vor, dass über Bedarf ausgebildet wurde oder in den Betrieben Personalprobleme herrschen.

Oliver Burkhard, der seitens der IG Metall die Verhandlungen führte, zeigte sich letztlich mit dem Ergebnis zufrieden. Insbesondere die Übernahme der Lehrlinge sei dabei ein mit Hauptbestandteil der Verhandlungen gewesen. Mit der ab dem 1.12. in Kraft tretenden Tariferhöhung von 3,8 Prozent, so Burkhard, habe man das gesteckte Ziel erreicht und sei damit allen Beschäftigten gerecht geworden. Optimierungsbedarf sieht Burkhard weiterhin bei der Altersteilzeit. Hier wurde der bestehende Tarifvertrag zwar verlängert und man einigte sich auf die Erhöhung des Arbeitgeberanteils zur Rentenversicherung auf 100 Prozent, blieb damit jedoch hinter den Erwartungen der IG Metall zurück.

Helmut Koch, der den Vorsitz des Arbeitgeberverbandes Stahl bekleidet, wies darauf hin, dass die verpflichtende Übernahme der Auszubildenden ausschließlich für betrieblich veranlassten Bedarf bestehe. Die 16-monatige Vertragslaufzeit bis 2013 bezeichnete er vor allem auch für die Arbeitgeber als durchaus positiv.