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Toyota, größter Autobauer weltweit, hat verkündet, dass man in einigen der japanischen Autoteilefabriken wieder in die Produktion gehen möchte. Allerdings gibt es für die Produktionswiederaufnahme in den Karosseriewerken in Japan noch keinen genauen Zeitplan. Hingegen hat der amerikanische Ölkonzern Exxon seine Raffinerie im japanischen Kawasaki bereits wieder in Betrieb genommen.

Aufgrund des schweren Erdbebens in Japan vom vergangenen Freitag hatte der Autokonzern Toyota seine Produktion in Japan zunächst bis zum heutigen Mittwoch komplett eingestellt. Nach ersten Zeitungsberichten soll nun in einigen Autoteilefabriken in Zentraljapan die Produktion zum Donnerstag wieder aufgenommen werden. Zunächst sei geplant , dass die in Betrieb genommenen Werke sich auf die Produktion von Ersatzteilen konzentrieren. Danach solle dann die Produktion von Exportteilen für die Werke Toyotas in Übersee anlaufen. Hingegen hat der Konzern derzeit noch keinen Zeitrahmen, wann die Karosseriewerke wieder produzieren. Während des verherrenden Erdbebens ist auch eine Karosseriefabrik von Toyota erheblich beschädigt worden.

Der Ölriese Exxon hat bereits die Produktion in seiner japanischen Raffinerie in der Stadt Kawasaki wieder aufgenommen. Eigentlich hatte Exxon diesen Schritt erst für diesen Donnerstag vorgesehen. Die Raffinerie hat eine Gesamtkapazität von rund 335.000 Barrel je Tag, bis die volle Leistungsfähigkeit wieder hergestellt sei, werde es allerdings einige Tage dauern. Auch Kyokuto Petroleum Industrie, ein Tochterunternehmen von Exxon und von Mitsui Oil, will seine Produktion wieder anlaufen lassen. Nach dem Erdbeben war der größte Teil der Raffinerie im Standort Chiba geschlossen worden. Wann die Raffinerie mit einer Kapazität von bis zu 175.000 Barrel je Tag wieder in Betrieb genommen werden kann, ist nach Angaben von Exxon derzeit allerdings nicht vorhersehbar. In Japan sind die Raffineriekapazitäten seit dem Erdbeben um rund ein Viertel zurückgegangen. Insgesamt seien derzeit Raffinerien mit einer gesamten Produktion von rund 1,4 Millionen Barrel je Tag außer Betrieb.

Auch die japanischen Chiperhersteller haben während des Erdbebens landesweit ihre Produktion herunter gefahren, da bereits geringste Erderschütterungen ausreichen, um die Maschinen unverzüglich und automatisiert herunter zu fahren. Zunächst werden alle Chipfabriken auf mögliche Schäden durch die Erdbeben untersucht werden. Wann eine Produktion wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar. Mitunter können die Schadensuntersuchungen pro Standort mehrere Wochen oder auch Monate in Anspruch nehmen.