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Facebook ist die Interneterscheinung der jüngsten Vergangenheit. Mit einem rasanten Tempo breitet sich das soziale Onlinenetzwerk aus; mittlerweile zählt das amerikanische Unternehmen rund 900 Millionen Nutzer. Doch wie von Branchenkennern unlängst orakelt, kann der Konzern sein Tempo nicht mehr lange halten. Der Gewinn des Konzerns leidet immer mehr unter dem sinkenden Umsatz. Während der Umsatz im ersten Quartal des Jahres 2010 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2009 um 154 Prozent anstieg, liegt das aktuelle Quartalwachstum im Vergleich zu 2011 bei “nur” 45 Prozent. Unterm Strich ging der Gewinn um zwölf Prozent zurück. Diese Daten kommen zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, denn das Unternehmen steht kurz vor seinem Einzug an die New Yorker Börse, Nasdaq.

Um die Enttäuschung vor dem geplanten Gang an die Börse kleinzureden, versucht die Konzernleitung indes zu besänftigen mit Verweisen, wie dass die Werbeeinnahmen in den ersten Monaten traditionell niedriger seien und man bis zum Jahresende bessere Wirtschaftsdaten vorweisen können werde. Doch insgeheim ist der Einbruch beim Gewinn auch für die Unternehmensleistung keine Überraschung. Aus diesem Grund suchen die Verantwortlichen bei Facebook schon seit Längerem nach neuen Einnahmequellen. Um für mögliche Projekte patentrechtlich geschützt zu sein, kaufte Facebook von Microsoft ein Patentpakt für rund 550 Millionen US-Dollar, die der Konzern seinerseits von dem Internetpionieren, AOL, aufkaufte. Dieser spektakuläre Kauf reiht sich in einer Serie von Großeinkäufen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass für einen Onlinefotodient das Unternehmen rund eine Milliarde US-Dollar hinlegte.