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Amerikanischen Banken droht eine ganze Reihe empfindlicher Geldstrafe, da bei der Praxis von Eigenheim Pfändungen erhebliche Fehler bekannt geworden sind. Wie sich dies auf die Wirtschaft der Banken künftig auswirken wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Allerdings ist von den Regulierungsbehörden das Ziel ausgegeben worden, dass Besitzer eines Eigenheim künftig besser vor Pfändungen geschützt werden und die betroffenen Banken aus der Geldstrafe ihre Lehren ziehen werden.

US-Banken haben bei tausenden Eigenheimbesitzern unzulässige Pfändungen vorgenommen. Derzeit werden die Praktiken von 16 Banken von den US-Regulierern genauer betrachtet. Ebenso werden auch die von den Banken beauftragten Dienstleister untersucht. Die beschuldigten Banken sollen zur Verantwortung gezogen werden und geprellte Hausbesitzer umfangreich entschädigen. Zwar wurden zunächst nur Auflagen erteilt, allerdings ist sich die Branche sicher, dass von der Bankenaufsicht bald Geldstrafen erteilt werden. Außerdem werden sich die Generalstaatsanwälte aller US-Bundesstaaten mit den irregulären Zwangsvollstreckungen beschäftigen, so dass auf die Banken und deren Dienstleister neben Geldforderungen auch noch juristische Konsequenzen entstehen werden.

Die Banken sind im wesentlichen in den Fokus der Kritik geraten, da zahlreiche Hauspfändungen im Zuge der Krise der Wirtschaft durchgeführt worden sid, obwohl weder ausreichende Prüfungen noch die richtigen Dokumente vorlagen. Als Entschuldigung, dass die Mitarbeiter zumeist extrem überlastet seien und daher Fehler bei den Pfändungen entstanden seien können, lassen die Aufsichtsbehörden nicht gelten. Vielmehr kritisierte bereits im vergangenen Oktober die durchaus gängige Praxis von Banken bei der Hauspfändung, sogenanntes Robo-Signing zu betreiben. Mit Robo-Signing ist das roboterhafte Unterschreiben von Vollstreckungsbescheiden ohne umfassende Prüfung auf Legitimität gemeint.

Für John Walsh, Vorsitzender der Bankenaufsicht OCC, ist es das Wichtigste, dass die Maßnahmen, die un ergriffen werden, dafür sorgen, dass alles Zerbrochene gekittet werden kann. Ziel ist es, dass alle geschädigten Personen gefunden werden können und ausreichend entschädigt werden. Dafür werden die Banken und deren Handlanger vollkommen zur Rechenschaft gezogen werden. Außerdem sollen die Maßnahmen der Bankenregulierer auch dazu dienen, dass die beschuldigten Kreditinstitute künfitg einen besseren und gewissenhafteren Umgang mit Hypotheken pflegen werden, damit fehlerbehaftete Pfändungen in Zukunft vermieden werden können. Auch sollten die Banken mehr qualifiziertes Personal einstellen, damit eine ordnungsgemäße Prüfung eines jeden Falles gewährleistet wird.

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