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Knapp zwei Jahre nach dem Finanzkollaps, der seinen Ursprung im amerikanischen Immobilienmarkt hat, leidet das Land immer noch unter der Finanzkrise. Daher reagiert die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) und kauft Staatsanleihen im Wert von 600 Milliarden. Die Transaktion der Geldspritze soll bis zum Ende des zweiten Quartals 2011 getätigt werden. Dies ist bereits die zweite Transaktion der Fed seit dem Ausbruch der Finanzkrise. Neben den 600 Milliarden, welche die amerikanische Zentralbank in die Wirtschaft pumpt, werden ausgelaufene Papiere für 850 bis 900 Milliarden durch neue ersetzt. Wenigstens soll für die kommende Zeit der Leitzins stabil bleiben.

Die Fed besitzt momentan Anleihen im Wert von rund 1.7 Billionen Dollar und diese wurden während eines Jahres ausgegeben. Allein der Wert der Staatsanleihen belief sich auch 300 Milliarden Dollar. Leider bliebt die Transaktion für die Wirtschaft ohne Erfolg. Die lockere Geldpolitik der USA hat zieht aber noch weitere Probleme mit sich. Als die Bankengruppe Lehman Brothers zusammenbrach, sackte der Leitzins auf fast null Prozent herunter. Wie der Notenbankchef Ben Bernanke betont, soll an diesem auch nichts geändert werden. Also bleibt der Leitzins weiterhin auf 0 bis 0.25 Prozent. Und dabei könnte das tiefe Zinsniveau noch lange anhalten. Die Ökonome rechnen erst mit einem Zinsanstieg im Jahre 2012. Bis dahin werden also die Kredite weiterhin zu sehr günstigen Konditionen vergeben. Ob sich dies allerdings positiv auf die Wirtschaft auswirkt, ist zu bezweifeln. Denn bei so niedrigen Zinssätzen lässt eigentlich die nächste Inflation nicht auf sich waren. Auch die lasche Geldpolitik der Amerikaner stößt weltweit auf Kopf schütteln und auf Unverständnis.