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Der IT-Riese Apple hat einen Tag nachdem der Rückzug vom Firmenchef Steve Jobs bekannt gegeben worden auf die daraus entstandene Verunsicherung der Anleger und Analysten reagiert und seine Quartalszahlen präsentiert. So konnte Apple auf ein mehr als erfolgreiches Weihnachtsgeschäft zurückblicken, in dem die beiden Modelle iPad und iPhone zu Verkaufsschlagern geworden sind. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Gewinn von Apple um knapp 78 Prozent auf rund sechs Milliarden US-Dollar. Der Aktienkurs lag bei 6,43 US-Dollar, also mehr als von Experten erwartet, die einen Schnitt von 5,40 US-Dollar für das vergangene Quartal vorhersagten. Beim Umsatz konnte ein Anstieg von 71 Prozent auf rund 26,7 Milliarden US-Dollar verzeichnet werden. Analysten sahen einen Umsatz von rund 24,4 Milliarden US-Dollar voraus.

Aufgrund der positiven Quartalszahlen konnte die Aktie von Apple an der Wallstreet am Dienstag um nochmal zwei Prozent zulegen und somit die durch die Nachricht vom Rückzug des Apple-Gründers Steve Jobs entstandenen Verluste nahezu vollständig ausgleichen. Dies verdeutlicht, dass die Anleger ihr Vertrauen nicht allein auf Steve Jobs konzentrieren, sondern auch der gesamten Führungsriege des IT-Konzerns vertrauen schenken. Zudem lagen die Verkaufszahlen der wichtigsten Produktreihen von Apple konstant über den Erwartungen, was für zusätzlichen Aufwind an der Wallstreet gesorgt hat.

Als echter Kassenknüller entwickelte sich das im vergangenen Jahr herausgebrachte Apple iPad. Insgesamt betrug der Absatz im vergangenen Quartal rund 7,33 Millionen Exemplare. Experten hatten eine Verkaufszahl von knapp 5,5 Millionen erwartet. Shaw Wu, Analyst von Kaufman Bros., resümierte, dass es Apple gelungen war, mit der Einführung des iPads ein komplett neues Geschäftsfeld zu erschaffen und zu bedienen, während andere Anbieter wie Dell oder Samsung erst jetzt diesen Markt für sich entdecken. Auch beim iPhone konnte Apple im vergangenen Quartal glänzen. So wurden 86 Prozent mehr iPhones verkauft als im Vorjahresquartal, insgesamt 16,2 Millionen Smartphones. Der Finanzchef von Apple, Peter Oppenheimer, verwies darauf, dass durchaus noch mehr Modelle hätten verkauft werden können, wenn sie auf Lager gewesen wären.