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Als sich die Vertragsstaaten im Dezember 2009 in Kopenhagen zu Verhandlungen im Rahmen der 15. Weltklimakonferenz trafen, waren die Hoffnungen auf eine Einigung zur Bekämpfung des Klimawandels groß. Am Ende gelang es den beteiligten Staaten jedoch nicht sich untereinander zu einigen. Die Enttäuschung bei den weltweiten Umweltschützern war immens. Es ist daher nicht verblüffend, dass die Erwartungen an die 16. UN-Klimakonferenz in Cancún eher niedrig gehalten werden.

Ziel des Treffens ist es, wie im Vorjahr, den Anstieg der Erderwärmung, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit, um mehr als zwei Grad Celsius zu verhindern. Die weltweiten Kohlendioxid Emissionen durch die enorme Zunahme industrieller Fabriken, haben zu einem bisherigen Anstieg der Temperatur um 0,8 Grad geführt. Das Klima verändert sich merklich. Zunehmende Extremsituationen, wie beispielsweise Tsunamis, Tornados und überflutete Städte, fordern nicht nur Menschenleben, sondern verursachen einen immensen wirtschaftlichen Schaden. Geplant ist, dass ab 2020 die starken Industrienationen jährlich 100 Milliarden Dollar bereitstellen, um den Entwicklungsländern bei der Umsetzung der Ziele im Bereich Klima zur Seite zu stehen.

Die Verhandlungen in Cancún müssen die verschiedensten Interessen der Staaten zusammen bringen. Zum einen geht es um Staaten, die mit ihren Öl- und Gasvorkommen die Welt mit Energieträgern versorgen, welche am Ende der Energiekette zum Anstieg der weltweiten Temperatur führt. Zum anderen geht es um die Nationen, die vom Klimawandel extrem betroffen sind. Ob eine derartige Einigung möglich ist, bleibt fraglich. Jedoch geht es im Endeffekt um das Klima und die Zukunft nachwachsender Generationen. Die Natur wehrt sich gegen den anthropogen verursachten Anstieg der Temperatur. Es geht in Cancún jedoch in erster Linie darum, wer für die Klimaschutz-Maßnahmen bezahlen soll.

Ob es am Ende ein besseres Ergebnis bei den Verhandlungen in Cancún gibt als noch vor einem Jahr, wird sich am 10. Dezember zeigen, wenn der Klimagipfel zu Ende gegangen ist.