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Das finanzielle Desaster in den USA war Anfang August für gewaltige Turbulenzen an der Börse verantwortlich. Der Dollar und auch der Euro zeigten beständige Wertverluste. Das katapultierte im Gegenzug den Schweizer Franken von einem Rekordhoch zum anderem. Dadurch verteuern sich die Waren aus der Schweiz. Das Land, welches stark exportorientiert ist, könnte dadurch große wirtschaftliche Einbußen erleiden. Auch der Tourismus ist eine Branche, von welcher die Schweiz gut lebt. Käme es hier ebenfalls zu einer Verteuerung für Urlauber, sähen die Aussichten einer erfolgreichen Wirtschaft für das Land nicht gut aus. Nun hat die Schweizer Notenbank beschlossen, den Franken abzuwerten, indem sie eine vorübergehende Anbindung an den Euro plant. Man sieht einen Wechselkurs von 1,10-1,15 Schweizer Franken/Euro vor.
Gewerkschaften in der Schweiz wollten den Wechselkurs sogar auf 1,40 SFR/E schrauben. Normalerweise ist so eine Vorgehensweise nicht mit der schweizerischen Verfassung im Einklang. Der Chef der Schweizer Notenbank, Hildebrand, verteidigte diese Maßnahme jedoch im Hinblick auf eine konstante Preisstabilität im Interesse der Wirtschaftslage. Die Bank will außerdem die Liquidität des Sichtvermögens von derzeit 80 Milliarden auf 120 Milliarden Schweizer Franken erhöhen. Außerdem werden die Zinsen gesenkt, damit Investoren nicht mehr in Scharen Gelder in der Schweiz anlegen. Seit Beginn der Finanzkrise wuchs die Unsicherheit der Anleger. Die Schweiz gilt als krisensicher. Durch diese Maßnahmen verlor der Franken jetzt zwar etwas an Wert, Experten befürchten aber, dass dies nicht von Dauer sein wird. Und ob ein veränderter Wechselkurs auf lange Sicht wirtschaftliche Stabilität garantieren wird, bleibt abzuwarten.